zur Navigation springen

Korvette zurück in Rostock : Alle freuen sich auf ihre Soldaten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ kehrt planmäßig von der Operation Sophia vor libyscher Küste zurück

svz.de von
erstellt am 08.Apr.2016 | 21:00 Uhr

„Danke für Euren Rückhalt“ stand gestern bei der Rückkehr der Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ auf einem Spruchband, das die Besatzung an der Schiffswand angebracht hatte. So ein Rückhalt sei wichtig während einer drei Monate langen Abwesenheit von Familie und Freunden, stellten die Soldaten an Land klar.

Die „Ludwigshafen am Rhein“ war am 11. Januar zur Operation Sophia in Richtung Mittelmeer ausgelaufen. „Diese Operation richtet sich formal gegen Schleusernetzwerke und deren Aktivitäten nördlich der libyschen Küste“, so der Kommandeur des 1. Korvettengeschwaders, Nicolas Liche. Nicht explizit Auftrag, aber Verpflichtung eines jeden Seefahrers sei die Rettung von Schiffbrüchigen und Menschen in Seenot. „Sie haben mehr als 523 Menschen gerettet, die in völlig seeuntauglichen Schlauchbooten von der Küste Libyens aufgebrochen sind“, sagt Liche. „Sie haben Menschenleben gerettet“, betont er.

Passend dazu schallte beim Einlaufen der Korvette Andreas Bouranis Hit „Ein Hoch auf uns“ aus den Lautsprechern. Außerdem musizierte das Heeresmusikkorps Neubrandenburg live an der Kaikante. Und wie immer ließen sich auch die Angehörigen etwas Besonderes einfallen: Maureen Preuß kam mit einem goldenen Luftballon-Stern, Mutter Tanja Preuß sowie ihre künftige Schwägerin Mareike Gripp, um Oberleutnant Nils Gripp abzuholen. Auch Hund Henry war mit. „Im Juni wollen wir heiraten“, verrät Verwaltungsangestellte Maureen.

Wie die meisten der Angehörigen fand es das Frauentrio nett, dass die Soldaten vom Familienberatungszentrum (FBZ) warmen Kaffee und andere Getränke ausschenkten sowie heiße Würstchen parat hatten. An der Ausgabe standen der Leiter des FBZ, Holger Voss, sowie sein Stellvertreter Sven Gieseler und Oberstabsgefreiter Paul Sommerer. Den Rückhalt in der Familie kann auch Hauptgefreiter Christoph Buchmann aus Diekhof spüren. „Wir haben manchmal Tränen in den Augen und sind auch nicht frei von Ängsten“, sagt seine Mutter Marina Buchmann. „Aber wir stehen voll und ganz hinter der Entscheidung für diesen Beruf“, sagt sie. Die Schwestern sowie Nichten und Neffen des Hauptgefreiten waren ebenfalls gekommen.

Jetzt haben alle 65 Soldaten erst einmal eine Woche Urlaub, um sich von dem Einsatz im Mittelmeer zu erholen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen