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Norddeutsche Neueste Nachrichten

14. Dezember 2017 | 01:54 Uhr

Landkreis Rostock : Alarm bei Schlossgeistern

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Gelbensander Kita und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr trainieren Ernstfall bei Brandschutzübung

Es ist 9.30 Uhr, als gestern in der Kita Kleine Schlossgeister in Gelbensande der Feueralarm ausbricht. Binnen einer Minute haben die Erzieher die Kinder und sich in Sicherheit gebracht und den Sammelpunkt am Spielgerätehaus erreicht. Kita-Leiterin Ute Berger zählt noch einmal durch – 41, alle da – und ist zufrieden. „Das hat super geklappt“, freut sie sich. Denn zum Glück war dies nur eine Brandschutzübung, die die Kita zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Gelbensande einmal im Jahr realisiert. „Vorgeschrieben ist solch eine Übung nicht, aber in all unseren Einrichtungen führen wir sie regelmäßig durch“, sagt Architekt und Brandschutzplaner Arno Wiegand vom Insitut Lernen und Leben (ILL). Das ILL ist Träger der Kita Kleine Schlossgeister sowie 25 weiterer Kitas und Horte im Landkreis Rostock und der Hansestadt. „Es ist wichtig, dass sich die Kinder daran gewöhnen und nicht erschrecken, wenn der laute Alarm losgeht“, so Wiegand weiter.

Dann wird es noch einmal spannend für die kleinen Schlossgeister. Denn nur wenige Minuten, nachdem der Alarm von Hausmeister Henry Kloas ausgelöst wurde, fahren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) mit Blaulicht und Sirene vor. Auch sie nutzen diesen Einsatz für ein Training. „Wir üben heute den Ernstfall mit Atemschutzmaske“, erzählt Feuerwehr-Kameradin Lisa Arndt. Und während Gruppenführer Eric Fritsche sich bei Kita-Leiterin Ute Berger erkundigt, ob alle Kinder und Erzieher draußen sind, betritt Björn Seefeldt in voller Montur mit Atemmaske und Sauerstoffflasche auf dem Rücken die Einrichtung. „Wir haben die Meldung Rauchentwicklung in der Sauna bekommen. Meine Aufgabe war es, alle Räume abzugehen und zu gucken, ob wirklich alle Personen draußen sind. Außerdem habe ich die Fluchtwege überprüft“, berichtet der 32-jährige stellvertretende Wehrführer nach seinem Einsatz.

Am Sammelpunkt haben sich die Kinder inzwischen um Gruppenführer Fritsche geschart und wollen alles ganz genau von ihm wissen. Er erklärt ihnen, wozu die Feuerwehrmänner und -frauen zum Beispiel ein Funkgerät brauchen und wie sich die Kinder im Ernstfall zu verhalten haben. Auf die Frage, wen sie denn anrufen müssten, wenn es brennt, rufen alle Schlossgeister im Chor: „112“.

„Die Kooperation zwischen Feuerwehr und Kita besteht schon seit sehr vielen Jahren. Sie unterstützen uns zum Beispiel bei unserem Kinderfest und den Laternenumzügen“, zählt Berger auf. Bevor die Kameraden der FFW wieder abrücken, dürfen aber alle Kinder noch einmal das Einsatzfahrzeug mit seiner Technik genau inspizieren und wie echte Feuerwehrleute im Fahrerhaus Platz nehmen.

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