Rostock : Aktienfonds kauft Wohnungen auf

 
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Wertgrund Immobilien investiert 29 Millionen Euro und plant weitere Übernahmen

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10. Juni 2016, 05:00 Uhr

Der Rostocker Immobilienmarkt zieht neue finanzkräftige Aktienfonds an. Unter anderem müssen sich die Mieter von 278 Wohnungen und neun Gewerbeeinheiten in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt und in Stadtmitte an einen neuen Eigentümer wenden. Die insgesamt neun Gebäude, in denen sie angesiedelt sind, wurden von der Akelius GmbH gerade an die Wertgrund Immobilien AG verkauft. Preis: 24 Millionen Euro. Inklusive geplanter Sanierungen beläuft sich die Investition nach Wertgrund-Angaben auf 29 Millionen Euro.

Die neu erworbenen Immobilien werden dem Spezialfonds Wertgrund Wohnen D zugeschlagen, den das Unternehmen im August 2014 aufgelegt hatte. Kurz- und mittelfristig sollen die Wohneinheiten der Firma in Rostock auf mehr als 500 aufgestockt werden, auch ein eigenes Regionalbüro ist geplant. Einen sprunghaften Anstieg der Mieten schloss ein Wertgrund-Sprecher gestern aus. Die Investition sei langfristig angelegt, betont auch Thomas Meyer, Vorstandsvorsitzender der Wertgrund Immobilien AG: „Wir sind überzeugt von der weiterhin anhaltenden positiven Entwicklung der Hansestadt und wollen weiter in diesen für uns neuen Standort investieren.“ Rostock biete ein hervorragendes sozio-ökonomisches Umfeld sowie als Bonus eine Universität. Die Unternehmensstrategie, so Meyer: „Wir planen eine langfristige Bestandshaltung von mindestens zehn Jahren.“

Daher seien auch Modernisierungen der zu 97 Prozent belegten Gebäude vorgesehen. Beispielsweise sollen nachträglich Balkone angebaut werden. Die Abstimmungen dazu würden aber noch laufen, so der Unternehmenssprecher. Eventuell würden die Mieter an umlagefähigen Kosten beteiligt.

Nach eigenen Angaben ist Wertgrund bereits seit 1992 am Markt tätig. Seitdem seien ein Immobilienvolumen von rund drei Milliarden Euro bearbeitet und mehr als 70 000 Wohneinheiten betreut worden. Der Wertgrund Wohnen D ist ein Spezialfonds für institutionelle Kunden der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) Invest. Zum Zeitpunkt der Installation soll das Eigenkapital 100 Millionen Euro betragen haben.

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