Breakdance : Akrobatik auf Kopf und Schultern

Tänzer aus ganz Deutschland zeigen beim Fishbattle im Peter-Weiss-Haus ihre Choreografien

svz.de von
07. Juli 2014, 11:00 Uhr

„Big Toni“ fegt über das Parkett. Der Breakdancer ist für seine Schritte und Bewegungen international bekannt. Eigentlich heißt „Big Toni“ Toni Schönebeck. Der 30-Jährige ist seit 18 Jahren im Geschäft und kann auf gut 30 Siege zurückblicken. Tanzen ist seine Leidenschaft. „Wirklich toll war, als ich 2005 in der Jury vom Wettbewerb ,The Battle of the Year’ sitzen durfte“, sagt der Tanzlehrer. Am Wochenende saß „Big Toni“ wieder in einer Jury – diesmal beim Breakdance-Contest Fishbattle im Rostocker Peter-Weiss-Haus. Bei dem Wettbewerb reisten 16 Breakdancer aus ganz Deutschland an, um ihre besten Choreografien zu zeigen.

Den Anfang machten die Neueinsteiger der Szene. Beim so genannten Kids Battle traten unter anderem jeweils vier Breakdancer gegeneinander an. Einer der jüngsten Teilnehmer war der zwölfjährige Raffael aus Berlin. Trotz seines Alters vollführte er vor rund 200 Zuschauern einige waghalsige Bewegungen und bot den Größeren die Stirn. „Ich mach das erst seit einem Jahr“, erzählt der junge Tänzer stolz. Im K.o.-System zeigten die Teilnehmer ihre Tricks und Pirouetten auf Schultern, Kopf und Händen. Eine dreiköpfige Jury, der natürlich auch „Big Toni“ angehörte, entschied nach jedem Eins-Gegen-Eins-Duell, wer die Runde gewonnen hat. Am Ende setzte sich ein Rostocker durch. Mario Zschornack alias B-Boy Mario sicherte sich damit das Ticket für das Finale des bundesweiten Wettbewerbs „Vita Cola Kingz Of The Circle“ in Chemnitz. Dort trifft er auf die 15 besten Breakdancer Deutschlands.

Neben dem Wettstreit der Solisten gab es beim Fishbattle auch einen Contest mit zehn Teams aus jeweils zwei Tänzern. Dabei gewann das Duo Kaputtmachers aus Potsdam. Den parallel ausgetragenen Nachwuchs-Wettbewerb entschied Fisch am Stiel aus Rostock für sich.

Bereits vor den Wettbewerben fanden Workshops für Anfänger und Fortgeschrittene statt. Dabei fegte auch „Big Toni“ wieder über das Parkett und gab seine Erfahrungen weiter.



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