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Norddeutsche Neueste Nachrichten

13. Dezember 2017 | 10:26 Uhr

Warnemünde : Akrobaten sagen sportlich Tschüss

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Türen im Haus des Sports endgültig geschlossen / Ausschuss beschließt: KOE muss die Immobilie ausschreiben

svz.de von
erstellt am 17.Jul.2015 | 15:00 Uhr

„Tschüss, Haus des Sports“ stand in großen Lettern an der Wand der Turnhalle. Für die Sportakrobaten ging gestern eine über 50-jährige Ära zu Ende. Alle waren sie gekommen: Sportler, Trainer, Eltern und Großeltern. Die Turner und Trainer-Urgesteine wie Erwin Grohmann und Erich Paul, der von 1966 bis 1990 auch die Nationalmannschaft der Sportakrobaten trainierte. „Ich freue mich aber, dass ich das noch miterleben darf, dass die Kinder und Jugendlichen in einer richtigen Turnhalle trainiert werden“, sagt der 80-jährige Erich Paul.

Auch für den amtierenden Cheftrainer Holger Genkel (55) ist es so wie für alle: „Ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“ Vermissen werden alle die zeitliche Freiheit an diesem Standort und dass auch an Sonnabenden trainiert werden konnte. „Aber wir freuen uns auch auf die neue Turnhalle“, sagt Genkel, der selbst seit dem achten Lebensjahr mit dem Sport verbunden ist, der Mitglied der Nationalmannschaft war und mehrfach Deutscher Meister. Nach dem Sommer ziehen alle Nutzer in die neue Halle im Jahn Sortpark in der Parkstraße. Trainerin Petra Krumbiegel hofft indessen, dass die Pause nicht zu groß sein wird: „Wir beteiligen uns an der Veranstaltung ,Feuerwerk der Turnkunstunst’ am 25. Januar in der Stadthalle.“ Das sei ein Höhepunkt, für den trainiert werden müsse.

Den Abschied gestern nahmen alle sportlich: Ein echter Höhepunkt war ein Film von Hendrik Wotzka, der schöne Turnszenen und spannende Bilder aus Warnemünde zeigt. Am Ende gab es für viele ein Dankeschön, alle plauderten mit über die Zeiten in dem Haus, das früher eine Gaststätte und Tanzlokal gewesen sein soll.

Am Mittwoch hat der Betriebsausschuss des Eigenbetriebs Kommunale Objekt- bewirtschaftung und -entwicklung (KOE) getagt. Es lag ein Antrag vor, auf eine Ausschreibung zu verzichten und die Immobilie zu veräußern, damit Wohnungen entstehen. Das wurde aber abgelehnt. „Die Liegenschaft muss öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben werden“, sagt Andy Thom von der Vertragsabteilung des KOE. Anfang Herbst werde es so weit sein, das Verfahren dann einige Monate in Anspruch nehmen. Ferienwohnungen sind hier nicht zulässig. Der KOE soll einen möglichst hohen Preis erzielen. Konzept und Bau müssen im Einklang mit der Gestaltungssatzung stehen.

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