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Stadt Rostock lehnt Ankauf von Anteilen ab : Airport-Übernahme zu teuer

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Die Rostocker Stadtverwaltung lehnt den Vorschlag der CDU, Anteile des Flughafens Rostock-Laage zu übernehmen, entschieden ab. "Das ist nicht zielführend", heißt es in einer Stellungnahme vom Oberbürgermeister Methling.

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erstellt am 14.Feb.2012 | 07:38 Uhr

Rostock | Die Stadtverwaltung lehnt den Vorschlag der CDU, Anteile des Flughafens Rostock-Laage zu übernehmen, entschieden ab. "Das ist nicht zielführend", heißt es in einer Stellungnahme von Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) zum Antrag.

Die CDU-Fraktion in der Bürgerschaft hatte vorgeschlagen, dass das städtische Tochterunternehmen Rostocker Versorgungs- und Verkehrsholding (RVV) als Hauptgesellschafter Anteile von der Stadt Laage und dem Landkreis Rostock kauft und den Flughafen erst einmal komplett übernimmt. Gedacht ist dieser Schritt als Vorbereitung für einen späteren Einstieg des Landes beim Airport. Denn die Verhandlungen darüber seien in der bisherigen Gesellschafter-Konstellation immer gescheitert.

Verlustausgleich steigt auf 1,8 Millionen Euro

Das könnte für die Hansestadt Rostock teuer werden, fürchtet Methling. Er weist darauf hin: Der jährliche Verlustausgleich würde von 974 000 Euro auf 1,8 Millionen Euro ansteigen. Weil die RVV diesen Betrag nicht alleine stemmen kann, müsste die Hansestadt einspringen. "Auch eine etwaige Kaufpreisfinanzierung erscheint aus jetziger Sicht fraglich", heißt es in der Stellungnahme. Methling bezweifelt außerdem, dass eine Übernahme der Anteile durch die Hansestadt Rostock den Zweck, also einen späteren Einstieg des Landes, erfüllen würde. "Die derzeitigen Verhandlungen der Gesellschafter sind zum einen darauf ausgerichtet, regelmäßige und planbare Zuschüsse des Landes Mecklenburg-Vorpommern in ausreichender Höhe zu generieren", so Methling. Zum anderen werde das Ziel verfolgt, eine Beteiligung des Landes in Höhe von mindestens 25,1 Prozent zu erreichen. Nach Einschätzung der Gesellschafter seien diese strategischen Ziele auch kurz- oder mittelfristig zu erreichen.

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