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Norddeutsche Neueste Nachrichten

15. Dezember 2017 | 15:16 Uhr

Aidshelfer in Geldnot

vom

svz.de von
erstellt am 20.Dez.2012 | 06:24 Uhr

Rostock | Das Centrum für sexuelle Gesundheit Rostock (CSG) steckt in großen Finanzierungsnöten. Deswegen sehen die Mitarbeiter sich gezwungen, ab Januar für einige Leistungen wie den HIV-Schnelltest Geld zu verlangen oder bereits bestehende Preise zu erhöhen. "Alles wird teurer, aber die Zuwendungen bleiben seit Jahren auf einem Niveau oder sinken sogar", sagt Sprecher Tom Scheel. Der Anteil, den der Träger selbst aufbringen muss, werde immer größer. Scheel spricht von einer "desolaten finanziellen Lage des CSG, gleichzeitig auch der Aidshilfe für die Hansestadt und den Landkreis Rostock".

Verschärft werde die Situation noch durch die seit Jahren rückläufigen Spendeneinnahmen. "Ohne die langjährige Unterstützung durch Sponsoren sähe es bei uns düster aus", so Scheel. Hinzu kommt, dass der Landkreis Rostock bislang keinerlei Zusage gegeben habe, ob er das CSG 2012 überhaupt fördern wird und falls doch, in welcher Höhe. "Bisher konnten wir die fehlenden Mittel aus dem Landkreis durch Überschüsse mehr oder weniger abfedern - im nächsten Jahr schaffen wir das mit Sicherheit nicht", sagt Scheel.

Er ist skeptisch, ob die angekündigten Preiserhebungen und -erhöhungen ausreichen werden, um das Finanzierungsproblem zu beheben. Dennoch müssen die Besucher des Centrums ab ab Januar 15 statt zwölf Euro für den HIV-Schnelltest zahlen. Die sexualpädagogischen und präventiven Veranstaltungen in Schulen und Jugendeinrichtungen werden erstmals kostenpflichtig. Die Betreuung von HIV-Infizierten und die HIV- und STI-Beratung hingegen bleiben kostenfrei. Im Internet: www.csg-rostock.de

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