Aida setzt Spatenstich für Neubau auf der Silohalbinsel

Architekt Tilo Ries setzt auf runde Formen mit Schwung und viel Offenheit. Mit welchen Materialien die Fassade letztendlich gestaltet wird, ist noch nicht klar.Georg Scharnweber
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Architekt Tilo Ries setzt auf runde Formen mit Schwung und viel Offenheit. Mit welchen Materialien die Fassade letztendlich gestaltet wird, ist noch nicht klar.Georg Scharnweber

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21. September 2012, 08:57 Uhr

Stadtmitte | Unter dem Applaus der Angestellten hat Paul Soulsby, Vizepräsident von Aida Cruises, gestern den Spatenstich für den Büroneubau auf der Silohalbinsel gesetzt. "Bis zur Fertigstellung im Frühjahr 2014 haben wir noch viel Arbeit vor uns", sagt er. Im November sollen die Erdarbeiten abgeschlossen sein. Anschließend starten die Pfahlgründungen, bevor im Dezember die Arbeiten am Rohbau beginnen. Für Januar ist die Grundsteinlegung des zweistelligen Millionenprojektes anvisiert.

"Für uns ist der Neubau ein klares Bekenntnis zum Standort Rostock", sagt Soulsby. Die Zahl der Arbeitsplätze soll von derzeit 750 auf 1150 wachsen. "Das werden auch die Schulen und Kindergärten in der Umgebung merken", so Soulsby. Die Reederei habe sich bewusst für Rostock entschieden, da die Stadt eine hohe Lebensqualität und attraktive Arbeitsbedingungen biete. Das erleichtere die Suche nach qualifiziertem Personal.

Dabei helfen soll auch der Neubau, in dessen Gestaltung die Wünsche der Mitarbeiter einfließen. So sind beispielsweise viele informelle Kommunikationszonen oder auch Duschen und Umkleideräume für Radfahrer mit längerem Anfahrtsweg vorgesehen. Die Büros werden sämtlich an den Außenfassaden des geschwungenen Baus liegen, mit Blick auf die Warnow und die Stadt.

"Von den Strukturen her ist es ein sehr offenes Gebäude", sagt Architekt Tilo Ries. Dieses Prinzip zeige sich schon in der zweigeschossigen Eingangshalle mit kleinem Theatrium. "Die Idee dahinter ist ein kommunikativer Bereich, der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann", so Ries. Links und rechts neben dem Empfangsforum schließen sich fünf- beziehungsweise sechsgeschossige Bürohäuser an. "Das wird ein Magnet in der Stadt", sagt Ries. Zumal die Promenade frei begehbar bleiben soll.

Als besondere Herausforderung sieht Ries die Nutzung von Geothermie zum Heizen und Kühlen des Gebäudes. Dafür werden 37 Pfähle mit Sonden rund 130 Meter in die Erde getrieben. Sie tragen im Winter dazu bei, die Büros zu heizen, im Sommer wird überschüssige Wärme über sie abgeleitet. Komplettiert wird das System durch Schläuche, die in die Decken eingezogen werden und die ebenfalls der Temperaturregulierung dienen. Ziel von Aida ist es, den Neubau von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen zertifizieren zu lassen.

Wie die Fassade am Ende aussehen wird, ist noch nicht endgültig geklärt. Mit ihrem Design soll sich der neue Gestaltungsbeirat Rostocks auf seiner nächsten Sitzung noch einmal abschließend befassen.

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