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17. Dezember 2017 | 07:29 Uhr

Aida plant Wellenhaus am Warnowufer

vom

svz.de von
erstellt am 19.Jan.2012 | 10:42 Uhr

Rostock | 6500 Quadratmeter Grundfläche, viel Glas und eine geschwungene Fassade direkt an der Wasserkante: Aida Cruises hat gestern Abend im Ortsbeirat Stadtmitte erstmals seine Pläne für einen Büro-Neubau auf der Silohalbinsel vorgestellt. "Wir brauchen den Bau, weil wir dort mehr Büros, unsere Assessment-Center und Konferenzräume unterbringen wollen", sagte Mario Stier, Finanzdirektor bei Aida Cruises.

11 700 Quadratmeter auf den vier bis sechs Etagen sollen genug Platz dafür bieten. Denn die Reederei gehe auch von einem weiter wachsenden Mitarbeiterstamm aus, so Stier. Bis zu 400 sollen in den kommenden Jahren an Bord kommen. Das Gelände östlich der Getreidesilos hatte Aida bereits 2010 von der Deutschen Immobilien AG gekauft.

Für ihr Neubauprojekt hatte die Reederei einen internen Architektenwettbewerb ausgerufen, den der Warnemünder Tilo Ries mit seiner Idee von "der perfekten Welle" für sich entscheiden konnte. "Dabei werden die Rundungen der Ovale an den jetzigen Silos aufgenommen", erläuterte der Architekt. Die Silo-Anbauten hatte er seinerzeit ebenfalls entworfen. Nach Angaben von Aida ist das Gebäude als ökologisch hochwertiger Bau geplant. "Uns war er wichtig, dass es schön wird und dass sich unsere Mitarbeiter dort wohlfühlen können", sagte Stier. Deshalb sei das Unternehmen auch davon abgerückt, einen Komplex mit größtmöglicher Nutzfläche zu bauen.

Einigen Gästen der Ortsbeiratssitzung schien der Entwurf dennoch zu kompakt: "Es ist nicht die Höhe, sondern das Volumen, das mir Angst macht", sagte Professor Peter Baumbach. Auch Dr. Ursula Karlowski, Mitglied der Grünen-Fraktion in der Rostocker Bürgerschaft, gab zu bedenken: "Die Silhouette der Stadt wird sich vom Wasser aus erheblich verändern." Lob kam vom Ortsbeiratsvorsitzenden Werner Simowitsch (Linke) vor allem für den Zeitpunkt und die Art der Präsentation. "Es ist wichtig, dass jetzt die Bürger so früh wie möglich informiert wurden. Denn wir wollen vermeiden, dass so ein Fehltritt wie auf der Holzhalbinsel noch einmal passiert", sagte er.

Das kurvenreiche neue Aida-Gebäude soll im Erdgeschoss bis auf zwölf Meter an das Wasser heranreichen. Nach oben verbreitert sich der Bau. Wenn es nach Aida geht, könnte in der Nachbarschaft künftig noch ein weiteres Gebäude entstehen. "Wir sind auf Wachstumskurs und würden gerne noch ein Grundstück von der Stadt dazu kaufen", sagte der Finanzdirektor Stier. Gespräche mit der Stadt will er dazu bald führen.

Doch zunächst muss der Bauantrag für das Wellenhaus fertiggestellt werden. "Wir wollen ihn in den kommenden drei bis vier Monaten einreichen", so Stier. Dann soll der Bau schon Ende des Jahres beginnen können. Bleibt alles im Zeitplan, rechnet Aida mit einer Fertigstellung Ende 2013 bis Anfang 2014.

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