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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 11:35 Uhr

Aida lässt die neuen Kreuzliner auf Luft schweben

vom

svz.de von
erstellt am 07.Mär.2012 | 09:55 Uhr

Rostock | Die neuen Aida-Schiffe werden auf einem Luftkissen fahren. Damit will die Rostocker Reederei den Treibstoffverbrauch ihrer Kreuzfahrtschiffe weiter senken. "Wir haben jetzt schon Drei-Liter-Schiffe", so Aida-Chef Michael Thamm. Das bedeute, dass pro Passagier nur drei Liter Treibstoff auf hundert Kilometern verbraucht werden. Das sei heute bereits die beste Energiebilanz in der gesamten Kreuzfahrtindustrie, betont Thamm.

Die zwei in Japan bestellten neuen Schiffe sollen schließlich auf einer Art Teppich aus Luftblasen schweben. "Das bedeutet weniger Reibung und noch geringeren Verbrauch", erklärt der Aida-Präsident. Bis zu sieben Prozent Treibstoff sollen mit dem so genannten Mitsubishi Air Lubrication System eingespart werden.

Diese technische Innovation ist Ergebnis der Partnerschaft, die Aida Cruises vor einem halben Jahr mit Mitsubishi Heavy Industries in Japan eingegangen ist. Aida hat zwei Kreuzfahrtschiffe bei der japanischen Werft bestellt, die 2015 und 2016 geliefert werden sollen.

Neben dem Luftkissen-System sollen weitere umweltfreundliche Innovationen Eingang in die Gestaltung der neuen Aida-Generation finden. Denn die in Japan bestellten Schiffe werden ausschließlich mit Dieselöl fahren. Nachdem sich das Rostocker Kreuzfahrtunternehmen mit der Technologie von Abgasreinigungsanlagen für den Einsatz von Schweröl beschäftigt hat, fiel die Entscheidung: "Wir bei Aida Cruises glauben nicht daran, dass wir Systeme einsetzen sollten, die letztendlich den Einsatz von Schweröl noch verlängern", sagt Thamm. Das Unternehmen wolle Schritt für Schritt auf Dieselöl umstellen. "Für eine saubere Umwelt ist das ganz sicher die richtige Entscheidung", fügt er hinzu.

Das erste Schiff soll ganzjährig von Deutschland aus fahren. Ein völlig neues Konzept ermöglicht den Einsatz auch unter den Witterungsbedingungen von Nord- und Ostsee.

Die Neuerungen dienen vor allem dazu, die Energiebilanz der Aida-Schiffe zu verbessern. Doch letztlich werde nicht nur die Umwelt profitieren, verspricht Thamm: "Das ist auch gut für den Passagier, denn das wird sich in bezahlbaren Reisepreisen ausdrücken."

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