Reederei : Aida Home wächst weiter

Die Grafik zeigt, wie dasVerwaltungsgebäude einmal aussehen soll. Architekt Tilo Ries und Ingenieur Ulrich Haroske (l.) stehen vor dem künftigen Aida Home.
Die Grafik zeigt, wie dasVerwaltungsgebäude einmal aussehen soll. Architekt Tilo Ries und Ingenieur Ulrich Haroske (l.) stehen vor dem künftigen Aida Home.

Das Verwaltungsgebäude des Kreuzfahrtunternehmens soll im Februar Richtfest feiern. An der Kaikante gehen die Arbeiten voran.

svz.de von
04. Dezember 2013, 18:00 Uhr

Es geht Schlag auf Schlag auf der Aida-Home-Baustelle im Rostocker Stadthafen. Das neue Verwaltungsgebäude des Rostocker Kreuzfahrtunternehmens an der Hafenkante auf der Silohalbinsel nimmt weiter Gestalt an. Die komplexe schwunghafte Form des Gebäudes ist bereits erkennbar. In den vergangenen Monaten ist viel passiert auf der Baustelle. Und das muss es auch: Schon im Sommer des nächsten Jahres soll Aida Home bezogen werden. Es wird der neue Arbeitsplatz für rund 400 Aida-Angestellte. „Die Schale steht. Nun ist die nächste große Aufgabe, das Gebäude zu schließen“, sagt Kirsten Krüger, Koordinatorin des Projekts. Voraussichtlich im Februar soll auf der Baustelle Richtfest gefeiert werden. Mit dem Einsetzen der Fenster im Ostturm wurde bereits begonnen. „Die Haustechnik ist schon eingebaut, die Fernwärme kommt nächste Woche.“

Die Baustelle wird auch in den Wintermonaten kontinuierlich besetzt. Zwischen 30 und 50 gewerbliche Mitarbeiter sind täglich vor Ort. „Aida Home ist architektonisch ein sehr spektakulärer Bau“, findet der beauftragte Ingenieur Ulrich Haroske. „Er ist auch technisch sehr anspruchsvoll und statisch schwierig zu fassen.“ Als Abschluss der Hafenkante sei das Gebäude ein Zugewinn für Rostock, das zusammen mit den alten Silos ein gelungenes Ensemble bilde. „Die perfekte Welle“ hat Architekt Tilo Ries Aida Home in seinen Entwürfen genannt. Die Rundungen erinnern an Dynamik und Schwung. „Das Gebäude soll die Identität des Unternehmens abbilden. Es soll ein Ort sein, wo die Aida-Mitarbeiter gerne sind, ein Ort, wo das Lächeln zu Hause ist. Arbeitszeit ist auch Lebenszeit“, betont Tilo Ries. Das Äußere von Aida Home erinnert an den Aufbau eines Schiffes. Die Etagen, die bei Aida als Decks bezeichnet werden, stapeln sich in die Höhe. In der Mitte des Gebäudes wird ein Theatrium geschaffen – so wie auf den Kreuzlinern. Dieses soll Platz für Begegnungen schaffen, den Austausch zwischen den Mitarbeitern ermöglichen. Darüber hinaus wird eine Cafeteria eingebaut, Duschen für die Angestellten. Es werden neue Fahrrad- sowie Autostellplätze eingerichtet und das alles auf einer Fläche von 11 653 Quadratmetern.

Darüber hinaus setzt Aida bei seinem Landbauprojekt auf Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit. „Wir streben die DGNB-Zertifizierung in Silber an“, erzählt Ulrich Haroske. Diese wird von der Gesellschaft für nachhaltiges Bauen verliehen. „Die Auflagen sind sehr streng. Bisher haben lediglich 48 Gebäude von ähnlicher Größe in Deutschland diese Zertifizierung erhalten. Aida Home wäre das erste Verwaltungsgebäude in Mecklenburg-Vorpommern mit einer solchen Auszeichnung.“

Bewertet werde unter anderem die Verwendung von recycelbaren Materialien, aber auch die Qualität der Projektverwirklichung oder der Einbau von Schallschutz. „Wir sind gut im Fahrplan. Wer diese Zertifizierung anstrebt, baut komplexer und kostenintensiver“, sagt Ulrich Haroske.

Was bei der Gebäudeplanung einbezogen wurde, war neben der Funktionalität und der Nachhaltigkeit auch der Gedanke der Wirkung im Stadtraum. Aida Home sei ein Gebäude, das für Innovation und Fortschritt steht und sich dennoch in sein Umfeld eingliedert. „Darauf, dass Aida hier expandiert, kann die Hansestadt stolz sein. Das Unternehmen ist ein wirtschaftliches Aushängeschild. Es schafft Arbeitsplätze und lockt qualifizierte Arbeitskräfte“, so Ulrich Haroske. „Nun ist es die Aufgabe der Stadt, noch mehr für die Lebensqualität der Menschen tun.“

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