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Wegen eines Angelköders : Aggressiver Ladendieb beschäftigt acht Polizisten

vom

38-Jähriger wird unter großem Widerstand aus Rostocker Baumarkt geschleppt

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2016 | 16:22 Uhr

Kräftezehrender Einsatz für die Rostocker Polizei. Ein äußerst aggressiver Ladendieb hat am Montag Mittag in einem Baumarkt in der Südstadt einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Acht Beamte mussten den 38-jährigen Ladendieb bändigen, er leistete großen Widerstand. Und alles nur wegen eines zuvor entwendeten Angelköders.

Laut Polizeisprecherin Dörte Lembke kam es gegen 12.40 Uhr zu dem ungewöhnlichen Einsatz im Hagebaumarkt in der Nobelstraße. Zwei Männer wurden vom Ladendetektiv, so die Schilderungen der Polizei, beim Diebstahl eines Angelköders erwischt und daraufhin zur Rede gestellt.

Als der Detektiv ankündigte, nun die Polizei rufen zu wollen, rastete der zweite Mann, ein 38-jähriger Rostocker, völlig aus. Er beschimpfte den Detektiv, drohte, trat und schlug nach ihm. Kurze Zeit später trafen gleich vier Streifenwagen mit insgesamt acht Polizisten am Baumarkt ein und versuchten, den renitenten Mann zu bändigen. Der 38-Jährige leistete jedoch heftigen Widerstand, griff nun die Polizisten an. Er kratzte, biss und spuckte die Beamten an. Die Einsatzkräfte überwältigten ihn nach kurzer Zeit und legten ihm eine Staubmaske über, damit er nicht weiter um sich spucken konnte.

Während der erste Mann, dem der Diebstahl des Angelköders angelastet wird, sich kooperativ verhielt, versuchte sein Kompanion sich noch immer zu wehren. Mehrere Polizisten schleiften den 38-Jähriger aus dem Baumarkt und trugen ihn letztlich waagerecht und mit Handschellen in einen Streifenwagen. Umgehend, mit Blaulicht und Martinshorn, kam der Mann in Zentralgewahrsam. "Bei ihm besteht der Verdacht, dass er Betäubungsmittel zu sich genommen hat", sagte Dörte Lembke. Zudem muss sich der 38-Jährige nun wegen des Widerstands und Bedrohung gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

Angeln dürfte somit für ihn erst einmal zur Nebensache werden.

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