Rostock : Aggressiver Klinikpatient von Polizei überwältigt

 
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Foto: Stefan Tretropp

Ein 35-Jähriger entfernt sich unerlaubt aus der Gehlsdorfer Nervenklinik. Um ihn wieder zurückzubringen, kommt die Polizei zum Einsatz.

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03. November 2015, 15:58 Uhr

In der Rostocker Südstadt hat es am Dienstagvormittag einen größeren Polizeieinsatz auf dem Gelände des einstigen Dieselmotorenwerks gegeben. Maskierte und mit Schutzschildern, Rammen und Helmen ausgestattete Polizeibeamte suchten nach einem aggressiven entflohenen Klinikpatienten, den sie wenig später auch überwältigen konnten.

Bei dem Gesuchten handelt es sich um einen 35-Jährigen, der kurz zuvor aus der Gehlsdorfer Nervenklinik ausgerissen war.

Wie Yvonne Hanske, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Rostock mitteilte, dienten die Maßnahmen dazu, den Mann wieder ausfindig zu machen und ihn zurück in den Klinik zu bringen. "Gegen ihn liegt eine richterliche Anordnung zur ärztlichen Betreuung in der Klinik vor", sagte Hanske. Die Maßnahme stünde nicht im Zusammenhang mit kriminalpolizeilichen Ermittlungen, hieß es.

Bei dem 35-Jährigen handelt es sich um einen Mann, der schon einmal in die Nervenklinik eingewiesen worden war. Er soll laut Polizei ein Tatverdächtiger im Rahmen von Ermittlungen zu einer Brandstiftung in der Südstadt (Pkw-Brand) sein.

Die Beamten verschafften sich am Morgen Zutritt in ein Gebäude in der Erich-Schlesinger-Straße, das der Gesuchte zuletzt immer wieder als Aufenthaltsort nutzte. Mit einer Ramme und mit der Hilfe eines Schlüsseldienstes öffneten die Polizisten alle Türen des Gebäudes. In einem ersten Zugriff fanden sie zwar nicht den Gesuchten, dafür aber einen 42-Jährigen, der durch die Staatsanwaltschaft Rostock zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war. Er wurde zur Dienststelle gebracht und wenig später entlassen.

Der 35-Jährige kehrte, nachdem alle Polizeiautos abgerückt waren, plötzlich zurück. Bei einem zweiten Zugriff konnten die Polizisten ihn schließlich überwältigen und zurück in die Gehlsdorfer Nervenklinik bringen.

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