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Rostock hat ein Affenbaby : Affen-Mädchen erobert die Herzen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Auf eine Orang-Utan-Junges können sich Besucher des Rostocker Zoos freuen. Rund einen Monat zu früh hat das Mädchen das Licht der Welt erblickt, ist aber wohlauf.

Die Vorfreude und Zuversicht waren groß: Für Ende August wurde Nachwuchs im Darwineum erwartet. Nun hatte es die 13-jährige Orang-Utan-Dame Hsiao-Ning doch etwas eiliger. Am Montag hat sie um 10.25 Uhr ihr erstes Baby zur Welt gebracht. Das kleine Mädchen ist das insgesamt zehnte Orang-Utan-Jungtier im Rostocker Zoo. Vor vier Jahren wurde Surya als erster Nachwuchs bei den Rostocker Menschenaffen im Darwineum geboren.

„Wir sind alle positiv überrascht und glücklich darüber, wie gut und reibungslos die Geburt und die ersten Tage mit dem Baby verlaufen sind“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. „Die Geburt verlief sehr schnell und ohne jegliche Komplikationen“, informierte Tierpfleger Tobias Pollmer, der den Geburtsvorgang beobachten konnte. „Das Baby wurde sofort von der Mutter angenommen und versorgt. Hsiao-Ning hat sich von der ersten Sekunde an sehr achtsam und zärtlich um ihr Kleines gekümmert.“

Die kritische Phase beträfe eigentlich vor allem den Moment der Geburt und die Minuten danach. Da es für Hsiao-Ning das erste Jungtier und sie selbst eine Handaufzucht ist, war es für die Tierpfleger ein unglaublich spannender Augenblick. Anschließend konnte sich die frisch gebackene Mutti von der Geburt erholen, eine Beziehung zu ihrem Nachwuchs aufbauen und mit dem Säugen beginnen. Sie wird von ihren Tierpflegern mit ihren Lieblingsspeisen, beispielsweise Bananen und weiterem süßen Obst, verwöhnt und bekommt viel zu trinken, damit auch die Muttermilch gut fließen kann. Hsiao-Ning macht bisher einen sehr zufriedenen und entspannten Eindruck und war am Donnerstag das erste Mal mit ihrem Baby auf der Anlage.

Auch Papa Sabas und ihre Schwester Dinda haben vorbildlich reagiert. Sabas hat sich den Familienzuwachs kurz angesehen und sich dann wieder dem Tagesgeschehen zugewandt. Tante Dinda interessiert sich sehr für das Baby und darf es auch aus der Nähe bestaunen.

Das Baby wiegt schätzungsweise 1,5 kg und wird erst später untersucht. „Im Urwald ist auch kein Tierarzt in der Nähe, wir lassen die Mutter da ganz in Ruhe“, betont Kuratorin Zimmermann. „Aktuell braucht Hsiao-Ning noch viel Ruhe und wird deshalb auch die nächsten zwei, drei Wochen noch nicht regelmäßig im Darwineum zu sehen sein.“

Schon bald wird auch die Namenssuche für den neuesten Zuwachs der Orang-Utans beginnen, an der die Rostocker beteiligt werden sollen.

 

Orang-Utan

Größe:  bis 1 Meter.  Der Orang-Utan ist nicht nur der größte Affe in Asien. Er ist weltweit das größte Tier, das fast ausschließlich auf Bäumen lebt.

Gewicht:  bis 118 kg

Gliedmaßen: Zeigen starke Spezialisierungen wegen der baumbewohnenden Lebensweise. Die Arme sind sehr lang und kräftig. Sie  können eine Spannweite von bis zu 2,25 Metern erreichen.

Lebensdauer:  30 bis 40 Jahre

Ernährung:  Früchte, Blätter, Rinde, Insekten, Nüsse

Natürliche Feinde:  Tiger, Nebelparder

Natürlicher Lebensraum:  Borneo, Sumatra

Familie:  Menschenaffen

Wissenschaftlicher Name:  Pongo

Merkmale:  rotbraunes, langes Fell, sehr lange Arme

Intelligenz: Orang-Utans sind sehr intelligent und gehören zu den wenigen Tieren, die sich selbst im Spiegel erkennen können. Außerdem benutzen sie Hilfsmittel als Werkzeug, wozu  nur wenige Tiere fähig sind. Sie  verwenden kleine Äste, um damit leckere Insekten aus ihrem Bau zu holen, stachlige Früchte zu öffnen oder Honig zu stibitzen. 


 

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