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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. Oktober 2017 | 00:01 Uhr

Rostock : AfD-Auftritt schürt Proteste

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Kundgebung mit Frauke Petry veranlasst Demonstrationen von „Rostock nazifrei“

von
erstellt am 16.Jul.2016 | 00:00 Uhr

Um ihr Wahlprogramm vorzustellen, hat die Alternative für Deutschland (AfD) für Mittwoch um 18 Uhr eine Kundgebung auf der Nordseite des Hauptbahnhofs angemeldet. Unter dem Motto „Für unser Land und unsere Kinder“ werden unter anderem AfD-Chefin Frauke Petry, Holger Arppe, Rostocker Direktkandidat für die Landtagswahl, und Landtagsspitzenkandidat Leif-Erik Holm für ihre Partei sprechen. Angemeldet sind dazu auf dem Konrad-Adenauer-Platz etwa 300 Personen, so Rathaussprecherin Jana Holz.

Allein mit der Ankündigung des Auftritts in der Hansestadt haben die AfD-Mitglieder für Reaktionen gesorgt: Das Bündnis „Rostock nazifrei“ hat zwei Gegendemonstrationen am Bahnhof angemeldet. „Wir wollen gemeinsam ein Zeichen setzen gegen die rassistischen und homophoben Aufrufe der AfD“, sagt Anke Brauer. Um 17.30 Uhr werden in der Goethestraße auf Höhe Gerhard-Hauptmann-Straße und in der Herweghstraße Ecke Freiligrathstraße jeweils etwa 350 Personen erwartet. „Zuvor treffen sich alle Religionsgemeinschaften um 17 Uhr in der Synagoge zu einer gemeinsamen Andacht“, sagt Tilman Jeremias, Pastor der Innenstadtgemeinde. „Gerade in der letzten Zeit hat die AfD – abgesehen von Flüchtlingen – vermehrt Muslime als Ziel aufgegriffen. Wir wollen uns als Glaubensgemeinschaft gegen jegliche Art von Antisemitismus positionieren“, so Jeremias.

Die Vertreter des Bündnisses rechnen mit mindestens 500 Teilnehmern auf ihrer Seite. Dabei soll das Aufeinandertreffen der Fronten unkomplizierter ablaufen als beim letzten Mal: „Wir wollen einen friedlichen Gegenprotest ohne Flaschenwürfe und illegale rechtsradikale Symbole“, sagt Matthias Siems vom Bündnis. Es sei davon auszugehen, dass auch die AfD nicht mit gewalttätigen Ausschreitungen Schlagzeilen machen wolle.

Sperrungen sind im Gebiet der Kundgebungen nicht ausgeschlossen: „Es wird auf jeden Fall zu Einschränkungen kommen“, sagt Polizeisprecherin Dörte Lembke. Ob und wo genau Straßen gesperrt werden müssen, soll am Montag bekannt gegeben werden.

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