Rostock : Ärger um Baustelle in Rigaer Straße

„Warum kann man nicht ein kleines Stück der Rigaer Straße beidseitig freigeben, um den Anwohnern die Zuwegung zu ihren Parkplätzen zu erleichtern?“, fragen sich Hannelore und Walter Wolfram.
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„Warum kann man nicht ein kleines Stück der Rigaer Straße beidseitig freigeben, um den Anwohnern die Zuwegung zu ihren Parkplätzen zu erleichtern?“, fragen sich Hannelore und Walter Wolfram.

Verkehrsführung und große Umwege sorgen in Lütten Klein für Unmut bei Anwohnern und Autofahrern. Fertigstellung vor dem 15. Dezember geplant.

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26. August 2015, 08:00 Uhr

Frust im Rostocker Stadtteil Lütten Klein: Seit dem Baubeginn in der Rigaer Straße am 7. März herrscht vor allem zu den Stoßzeiten am frühen Morgen sowie am späten Nachmittag Ausnahmezustand. Besonders die Verkehrsführung sorgt bei den Anwohnern für Unverständnis.

„Anfangs war es wie ein Lotteriespiel, wenn man morgens aus dem Haus kam. Schließlich wusste man nie, wo man heute lang fahren kann“, sagt Walter Wolfram. Seit sechs Jahren wohnt der 71-Jährige mit seiner Frau Hannelore in der Warnowallee. Der angemietete Parkplatz vor ihrem Haus ist mit dem Auto jedoch ausschließlich über die Rigaer Straße zu erreichen – für die Wolframs seit Baubeginn eine echte Herausforderung. „Wenn wir aus Richtung Elmenhorst kommen, können wir nicht wie vorher direkt in die Rigaer Straße einbiegen, sondern müssen einen großen Bogen entlang der Warnowallee machen. So fahren wir anstelle von gut 150 Metern einen Umweg von mindestens 1,5 Kilometern“, sagt Walter Wolfram. Nicht nachvollziehen können er und seine Frau zudem, dass ein Teilabschnitt der Baustelle zwischenzeitlich bereits freigegeben war. „Seit der Hanse Sail konnte man 14 Tage über die Osloer Straße fahren und hat enorm an Zeit gespart. Plötzlich ist dieser Weg aber wieder gesperrt“, so Hannelore Wolfram.

„Wir haben die Osloer Straße zwischenzeitlich geöffnet, doch der dadurch bedingte Rückstau in die Warnowallee stellte eine Behinderung dar und löste ein Verkehrschaos aus“, sagt Heiko Tiburtius, Leiter des zuständigen Tief- und Hafenbauamtes der Hansestadt. Aus diesem Grund seien die örtliche Bauüberwachung, die untere Verkehrsbehörde sowie das Hafen- und Tiefbauamt zur Entscheidung gelangt, die Osloer Straße wieder zu schließen – bis zur endgültigen Fertigstellung der Rigaer Straße. Die ist nach offiziellem Bauplan für den 15. Dezember vorgesehen. „Auch wenn die Straße auf dem ersten Blick fertig aussieht, sind noch erhebliche Straßenbauarbeiten zu erledigen“, so der Leiter des Tief- und Hafenbauamtes. Dennoch könnte der Abschluss der grundhaften Erneuerung bereits eher über die Bühne gehen als bisher angedacht. „Wir sind voll im Plan und würden gerne schon früher fertig werden“, so Tiburtius.

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