Hilfe für Senioren in Rostock : Abzocke kann jeden treffen

Was steckt wirklich alles in den angepriesenen Produkten? Susanne Goetz und Sandra Rappe informieren die Besucher mit einer lehrreichen Ausstellung über das Thema Lebensmittelkennzeichnung.
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Was steckt wirklich alles in den angepriesenen Produkten? Susanne Goetz und Sandra Rappe informieren die Besucher mit einer lehrreichen Ausstellung über das Thema Lebensmittelkennzeichnung.

Rostocker Verbraucherschützer klären mit Infos, Vorträgen und Beratungen über Rechte auf.

svz.de von
16. März 2016, 12:00 Uhr

Abzocke, irreführende Kennzeichnungen und Täuschungen sind Probleme, mit denen sich Verbraucher täglich konfrontiert sehen. Um sie zu stärken und ihnen ihre Rechte aufzuzeigen, hielt die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern gestern zum Weltverbrauchertag verschiedene Angebote für Interessenten bereit. In der Strandstraße 98 gab es den ganzen Tag über Vorträge, Beratungsangebote und ein Quiz sowie aufschlussreiche Ausstellungen. Im Mittelpunkt standen dabei in diesem Jahr die Themen Lebensmittel und Ernährung, Internet sowie Vorsorge.

Gerade beim Thema Abzocke im Internet zeigten die Berater der Verbraucherzentrale den Besuchern auf, dass es jeden treffen kann. Insbesondere ältere Menschen könnten in Fallen tappen – auch wenn sie nicht viel im Internet surfen oder selten ein Smartphone benutzen. „Es reicht schon, wenn sie ein Seniorenhandy besitzen“, weiß Wiebke Cornelius, Teamleiterin der Verbraucherzentrale. Betrügerische Drittanbieter schicken ihnen einfach eine SMS aufs Telefon und behaupten, dass die Empfänger beispielsweise fein Abo für einen Horoskopdienst abgeschlossen hätten. „Auf der Telefonrechnung sieht man dann, dass dafür jeden Monat ein bestimmter Betrag wie 4,99 Euro abgebucht wird“, so Cornelius.

Kommt es zu so einem Fall, klären die Verbraucherschützer die Betroffenen über mögliche rechtliche Schritte und Vorgehensweisen auf. „In bestimmten Fällen helfen wir auch beim Briefverkehr. Aber die beste Möglichkeit, sich vor solch einem Betrug zu schützen, ist eine Drittanbietersperre bei seinem Telefonanbieter einzurichten“, sagt die Teamleiterin.

Dass nicht immer auch das drin ist, was auf der Verpackung angepriesen wird, darauf machten Sandra Rappe und Susanne Goetz die Besucher am Aktionstag aufmerksam. Anhand von konkreten Beispielen zeigten sie, dass vegetarische Fertig- beziehungsweise Bioprodukte nicht immer auch gleich gesund sind. „Wenn man die Nährwerttabelle studiert, sieht man nämlich, dass einige Produkte zum Beispiel so viel Salz enthalten, dass damit der komplette Salzbedarf für den Tag gedeckt ist“, weiß Goetz. „Wir raten daher, kritisch zu bleiben“, ergänzt Beraterin Rappe.

Wie Menschen jeden Alters richtig für den Notfall vorsorgen können, wurde den Anwesenden im Vortrag „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“ vermittelt. Aber auch Tipps zum richtigen Heizen und Lüften zur Vermeidung von Schimmel gab es an diesem Tag in kompakter Form.

Kontakt: Verbraucherzentrale, Strandstraße 98: 0381/208 70 50

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