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23. November 2017 | 04:59 Uhr

Abriss: Jaz sucht Übergangslösung

vom

svz.de von
erstellt am 03.Apr.2012 | 07:26 Uhr

Rostock | Mitte Mai sollen die Abrissbagger beim Jugendalternativzentrum (Jaz) in der Lindenstraße anrücken. Bis dahin suchen die ehrenamtlichen Mitarbeiter fieberhaft nach einer Zwischenlösung. Denn den Plänen des Eigenbetriebs Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) zufolge sollen die Arbeiten am Neubau bis Ende 2013 andauern. Erst dann kann das Jaz wieder einziehen, in ein exakt auf die Bedürfnisse der Jugendarbeit zugeschnittenes Gebäude.

Einen heißen Favoriten für den Übergang gibt es bereits, sagt Susanne Wolff vom Jaz. Das Objekt liege in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Am liebsten wäre sie bereits in der vergangenen Woche umgezogen, aber "der Vermieter hat sich noch nicht entschieden", so Wolff. Jetzt müssen sie und ihre ehrenamtlichen Kollegen vorerst auf den gepackten Kartons sitzen bleiben. Alternative Standorte für den Fall, dass doch nur eine Absage kommen sollte, gebe es bisher noch nicht. Besser sieht es da für einzelne Teile der Jugendarbeit aus, beispielsweise das Töpferprojekt. Das kann in der Budapester Straße weiterbetrieben werden. Doch dort ist nicht genügend Platz für alle Projekte, wie die "Volxküche", die Fahrrad-, Computer- und Dekowerkstatt oder auch die Musik-Proberäume.

Letztere haben mit dazu beigetragen, dass der Neubau nötig wurde. Denn die laute Musik wurde von den Jaz-Nachbarn des Wohngebiets als störend empfunden, vor allem die abendlichen Konzerte am Wochenende. Die dünnen Wände der alten Baracke konnten den Lärm nicht aufhalten. "Gutachten ergaben Immissionsrichtwertüberschreitungen von 12 bis 25 Dezibel bei Konzert- und Musikveranstaltungen", sagt Nico Seefeldt vom KOE. Daher hatte sich das Zentrum bereits darauf beschränkt, nur noch freitags länger als 22 Uhr zu feiern. Ganz aufgeben konnte es diese Veranstaltungen aber nicht, da es sich zum Teil über diese Einnahmen refinanzierte. Die gerade erst vom Jugendhilfeausschuss für dieses Jahr bewilligten 50 000 Euro der Stadt reichen für den Normalbetrieb nicht ganz aus.

Im fertigen Neubau wird die städtische Förderung dafür genutzt, 200 der insgesamt 700 Quadratmeter zu bewirtschaften. Den Rest übernimmt das Jugendamt. Zuvor aber investiert der KOE 1,9 Millionen Euro in das neue Gebäude. Bis Ende Juni sollen die Abrissarbeiten abgeschlossen sein, im dritten Quartal starten die Bauarbeiten.

Am Ende soll es keine Probleme mit Lärmüberschreitungen mehr geben. "Für den Schallschutz sorgt zukünftig nicht nur die Konstruktion in U-Form, sondern die vollständige akustische Entkoppelung des Veranstaltungsraums", sagt Seefeldt. So sollen zweischallige Außenwände mit einem Durchmesser von etwa 50 Zentimetern und eine moderne Lüftungsanlage verbaut werden. Letztere macht das Öffnen der Fenster überflüssig.

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