Team Rostock 2016 : Ab nach Rio: Sie wollen zu Olympia

 Team Rostock 2016: Julia Leiding, Stephan Krüger, Denise Grahl, Frauke Hacker, Maxim Jerjomin, Ole Daberkow und Marcus Klemp (von links)
Team Rostock 2016: Julia Leiding, Stephan Krüger, Denise Grahl, Frauke Hacker, Maxim Jerjomin, Ole Daberkow und Marcus Klemp (von links)

Rostock vergibt Berufungsurkunden an zehn Sportler und unterstützt sie auch finanziell

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25. März 2015, 08:00 Uhr

Die Hansestadt hat ihr Team Rostock 2016 zusammen, ihre zehn für Olympia. Jüngst haben sie von Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) ihre Berufungsurkunden bekommen. Jetzt wird es ernst. In den nächsten Monaten müssen sich Rostocks olympiaverdächtige Ruderer, Wasserspringer, Schwimmer oder Leichtathleten qualifizieren. Auf die Schwimmer wartet die Hauptqualifikation in Berlin, für die Ruderer sind es die Weltmeisterschaften 2015 in Lac d’Aiguebelette in Frankreich. Wenn alles gut geht, kommen dann ab August 2016 die 31. Olympischen Spiele in Rio de Janeiro – und die 15. Paralympischen Spiele ab dem 7. September.

„Ich denke jeden Tag daran und trainiere jeden Tag hart“, sagt Stephan Krüger vom Olympischen Ruderclub Rostock von 1956. Der 26-Jährige räumt seit 2005 Plätze bei den Weltmeisterschaften ab. 2008 war er bei den Olympischen Spielen – kam mit einem 6. Platz im Doppelvierer wieder. „Ich lasse hinter mir, was vorher war“, sagt er. Sein Ziel: „‚Ich hoffe, dass ich mit einer Medaille nach Hause komme.“ Für den Oberbürgermeister ist er ein Hoffnungsträger.

„Olympia ist eigentlich das Ziel eines jeden Sportlers“, sagt Julia Leiding vom Rostocker Ruderclub von 1885. Die 20-Jährige studiert auf Lehramt. Das mit dem Sport zu kombinieren, sei nicht immer leicht. Die Stadt will die Sportler deswegen unterstützen – mit „dem Herzen“, wie der OB sagt, aber auch finanziell. Solange sie zum Team Rostock gehören, bekommen sie monatlich 150 bis 400 Euro – je nach persönlicher Situation, Leistungskader und Team.

„Das ist großartig, man fühlt sich geehrt“, sagt Julia Leiding. Ruder-Kollegin Frauke Hacker imponiert vor allem, dass sie schon vor Olympia unterstützt werden – „nicht erst, wenn irgendjemand eine Medaille bekommt.“ Für Sportler, wenn sie nicht gerade wie Fußballer ihr Geld damit verdienen, ist es generell schwer, sagt der OB. Das weiß auch Ole Daberkow und hat sich bewusst für eine Laufbahn entschieden, die sich mit seinen Ambitionen als Ruderer vereinen lässt. Er ist in der Ausbildung zum Polizisten in der Sportfördergruppe. Eine Entscheidung, die auch seine Familie freut, die ihn zu Olympia sogar begleiten will.

Oberbürgermeister Methling setzt auf das Team Rostock: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass unter ihnen ein würdiger Nachfolger von Dörte Lindner ist, die in Atlanta im Jahr 2000 die Bronzemedaille gewann.“ Die Zeit sei reif.

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