A-Ja-Resort erreicht endgültige Höhe

<strong>Zwei Giganten nebeneinander:</strong> Das Hotel Neptun bekommt mit dem A-Ja-Resort einen fast gleich großen Nachbarn.<foto>mapp</foto>
Zwei Giganten nebeneinander: Das Hotel Neptun bekommt mit dem A-Ja-Resort einen fast gleich großen Nachbarn.mapp

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30. Juli 2012, 07:41 Uhr

Warnemünde | Von der Stadtautobahn aus gesehen, hat sich die Silhouette und der Blick auf Warnemünde verändert. Die bisher höchsten Punkte, die Jugendherberge mit Wetterstation und das Hotel Neptun, haben Gesellschaft bekommen. Mit elf Etagen ragt inzwischen auch das A-Ja-Resort über den Baumwipfeln hervor. Im April 2013 eröffnet das zweithöchste Hotel des Ostseebades, das über 233 Zimmer mit 420 Betten verfügt. Das Konzept ist bezahlbarer Luxusurlaub nach einem Baukastenprinzip.

"Beim Hotelbau sind wir in der elften Etage angekommen", sagt Hans-Joachim Hasse, Vorstand der Deutschen Immobilien AG. "Damit hat das Gebäude seine endgültige Höhe erreicht." Jetzt laufen parallel die Ausbauarbeiten im Innern des Hotels. Auch im ehemaligen Spaßbad Samoa geht es voran. Seit gestern wird mit der Lüftung ein Teil der Haustechnik installiert. "Die Arbeiten sind alle im Fluss", so Hasse. Er hält dieses Schwimmbad später für eine ideale Alternative bei schlechtem Wetter. "Dann müssen die vielen Urlauber nicht mehr so ratlos durch Warnemünde laufen", sagt er. Bis zu 500 Gäste finden im Innen- und Außenbecken mit Meerwasser und großzügiger Saunalandschaft Platz. An einigen Stellen werden die Fenster vergrößert. "Gerade zum Meer und zum Park", so Hasse.

Die Sorge vieler Warnemünder vor einem Überangebot an Betten ist für Hasse nicht nachvollziehbar. "Unser Konzept setzt auf eine neue Klientel", sagt er. Das Hotel, das gleichzeitig eine neue Marke ist, richtet sich an Gäste, die nicht den ganzen Tag organisiert geführt werden wollen. Sie buchen nach einem Baukastenprinzip nur das, was sie in Anspruch nehmen wollen. Dabei kostet eine Übernachtung minimal 39 Euro. Urlauber können dort beispielsweise nur schlafen und dann woanders essen. Die Gäste können so auch gezielt Angebote wie einen Besuch im Frische-Restaurant, wo vor den Augen der Gäste die Speisen zubereitet werden, nutzen. Das Gleiche gilt für das Schwimmbad und die Saunalandschaft. "Von diesem Prinzip kann das Seebad profitieren, Urlauber werden in anderen Lokalen einkehren, Fischbrötchen kaufen, Fahrräder ausleihen und Dienstleister nutzen", sagt Hasse. Außerdem entstehen 85 Arbeitsplätze in den verschiedenen Bereichen. "In der Saison werden es mehr", sagt Hasse.

Ende August soll sich der graue Rohbau verwandeln. Dann wird mit der Gestaltung der äußeren Hülle begonnen, sodass es später wie auf den Bildern aussieht, die die Leute schon jetzt auf dem Bauschild sehen können. Hasse sagt: "Ich habe noch nie einen Rohbau gesehen, dessen Optik die Leute bereits in der Bauphase umhaut. Da sieht ja meistens alles nur betongrau aus."

43 Millionen Euro werden in diesen Standort investiert, der von der Hotel Neptun Betriebsgesellschaft geführt wird. Das Parkhaus Ostsee soll in dem Zusammenhang modernisiert werden, um den Urlaubern 365 Stellflächen zu bieten.

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