Wirtschaft in der Hansestadt : Rostocker Nephrocare-Mitarbeiter bekommen mehr Geld

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Gewerkschaft setzt Tarifvertrag für Unternehmen durch. Rund 130 Angestellte profitieren von Verhandlungen.

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29. Januar 2020, 15:03 Uhr

Mehr Geld am Monatsende erhalten ab sofort die rund 130 Beschäftigten der Medizinischen Versorgungszentren der Nephrocare Rostock GmbH. Grund ist der Tarifvertrag, den die Tarifkommission der IG BCE erstmals für den Dialyse-Dienstleister mit Standorten in der Hansestadt, Ribnitz-Damgarten und Bad Doberan durchgesetzt hat. Je nach Entgeltgruppe mache das ein Plus zwischen 10 und 24 Prozent für zwei Jahre aus, teilt Gewerkschaftssekretär Swen Ohlert mit.

Mit dieser Erhöhung habe die Tarifkommission zugleich eines ihrer zentralen Ziele erreicht: die Angleichung des Entgeltniveaus in Rostock an die Nephrocare-Bezahlung in den westlichen Bundesländern. "Der Tarifvertrag war angesichts unserer Arbeit unter hoher Belastung und Zeitdruck längst überfällig", sagt Jane Haney, Betriebsratsvorsitzende von Nephrocare Rostock und Mitglied der Kommission.

Nächstes Ziel: Mantelvertrag

In Punkto Entgelt und -entwicklung würden auch die Pflegehilfskräfte profitieren, für die der Arbeitgeber bislang nur knapp über dem Mindestlohn gezahlt hat. "Der Tarifvertrag bietet Sicherheit und setzt Anreize zur beruflichen Weiterentwicklung", so Ohlert. Nächstes Ziel sein nun, auch einen Mantel-Tarifvertrag für die Nephrocare Rostock zu erreichen.

Mit dem Manteltarifvertrag sollen Regelungen zu Arbeitszeit, Urlaub, betriebliche Altersvorsorge, Weihnachts- und Urlaubsgeld und mehr festgelegt werden. Ebenso hat die IG BCE einen Tarifvertrag zur Altersteilzeit im Blick.

Die Nephrocare Rostock GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA. Der Mutterkonzern ist im Flächentarifvertrag Chemie organisiert.

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