In dritter Generation : Firma Meißner wird 70 Jahre

Vater Wilhelm Meißner mit Sohn Sven Meißner vor dem Traditionsunternehmen in der Warnemünder Mühlenstraße. Die beiden haben noch Röhrenradios und Fernseher repariert. Seit 2012 ist Sven Meißner (50) hier der Chef in dritter Generation. Foto: Maria Pistor
Vater Wilhelm Meißner mit Sohn Sven Meißner vor dem Traditionsunternehmen in der Warnemünder Mühlenstraße. Die beiden haben noch Röhrenradios und Fernseher repariert. Seit 2012 ist Sven Meißner (50) hier der Chef in dritter Generation. Foto: Maria Pistor

In der Mühlenstraße 13 wird es am 18. Dezember turbulent: Denn die Traditionsfirma Meißner feiert das 70. Jubiläum.

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17. Dezember 2018, 16:47 Uhr

Warmemünde | Heute wird es turbulent in der Mühlenstraße 13. Denn in der Firma Meißner wird 70. Jubiläum mit vielen Gästen gefeiert. Das Warnemünder Unternehmen wird jetzt mit Sven Meißner in dritter Generation geführt.

Die Erfolgsgeschichte begann am 8. Dezember 1948. „Damals gründete mein Vater Axel Meißner das Unternehmen in Warnemünde in einem Hinterhofschuppen in der Anastasiastraße“, blickt Wilhelm Meißner zurück. „Als die Klitsche zu klein geworden war, gab es einen Umzug in die Poststraße 17a, von dort ging es später in die Mühlenstraße 12, das Nachbarhaus des heutigen Sitzes“, erzählt Wilhelm Meißner.

Weil es dem Familienmuster entspricht, hat sich Wilhelm Meißner zum 65. Geburtstag als Chef zurückgezogen und seinem Sohn Sven das Ruder übergeben. Im Hintergrund steht er ihm aber noch zur Seite. Ihm selbst hat seine im Juli 2010 verstorbene Frau, Doris Meißner, zur Seite gestanden. Sie war in Warnemünde sehr aktiv, gehörte zur Knurrhahnrunde. Dort war sie quasi die einzige Henne und hat den Laden in der Mühlenstraße 13 geleitet. Die Gestaltung der Schaufenster hat damals Hansi Parczyk aus Warnemünde übernommen. „Damals musste Buchstabe für Buchstabe ausgeschnitten werden“, erinnert sich Sven Meißner.

Doris Meißner hat auch die jetzige Verkäuferin Silvia Hippel vor knapp 29 Jahren ins Team geholt, deren Kollegin Janine Zimmermann hat in der Firma Kauffrau für Einzelhandel gelernt. „Und manchmal muss ich mir in mancher Situation anhören, das wäre mir bei Ihrer Mutter nicht passiert“, erzählt Firmeninhaber Sven Meißner schmunzelnd. Neben dem Ladengeschäft fallen in die Verantwortlichkeit des Radio- und Fernsehtechnikermeisters die Installationen von Konferenztechnik sowie Antennen- und Beschallungsanlagen. Zu den größten Aufträgen gehörte eine solche im Benfica-Stadion in Lissabon und im heimischen Ostseestadion zu installieren.

Der demografische Wandel macht vor Meißners nicht halt. Während ihre Lehrstellen früher total begehrt waren, ist es selbst in solcher Fachfirma schwer, gute Auszubildende zu bekommen. Sie bilden Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik aus. „Und wir übernehmen unsere Azubis gern“, so Meißner. Er hat drei Töchter mit seiner Frau Sabine, die ebenfalls in der Firma beschäftigt ist. Bis Sven Meißner 65 Jahre alt ist, dauert es noch 15 Jahre. Die Zeit wird zeigen, ob es dann eine Übergabe an die vierte Generation Meißner geben wird.

Neben dem Job engagieren sich Vater und Sohn für das Heimatmuseum, den Warnemündeverein, außerdem unterstützen sie das Hospiz und die Palliativstation.

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