Warnemünde : Knurrhahnpreis 2019 wird zwei Mal vergeben

Die Warnemünder Trachtengruppe erhält den Knurörhahnpreis 2019, der ihnen vom Warnemünde-Verein und Klaus Möller vom Leuchtturmverein überreicht wird.
Die Warnemünder Trachtengruppe erhält den Knurörhahnpreis 2019, der ihnen vom Warnemünde-Verein und Klaus Möller vom Leuchtturmverein überreicht wird.

Während der Jantzen-Tage sind die Warnemünder Trachtengruppe und posthum auch Hansi Parczyk geehrt worden.

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03. Oktober 2019, 18:00 Uhr

Warnemünde | Die Stephan-Jantzen-Tage sind in vollem Gange. Teil der Veranstaltung ist auch die Übergabe des Knurrhahn-Preises. In diesem Jahr war aber alles anders als sonst, denn er wurde aus aktuellem und gleichzeitig traurigem Anlass zwei Mal vergeben. Zum 22. Mal wurden auf diese Weise Menschen geehrt, die sich um den Ort Warnemünde besonders verdient gemacht haben. Die Keramik für den Preisträger stiftet der Warnemünde-Verein, das Preisgeld von jeweils 500 Euro wurde vom Leuchtturmverein zur Verfügung gestellt.

Beim Bürgerfest des Bundespräsidenten

Laudator Klaus Möller machte zunächst ein Geheimnis um die Preisträger: "Dieses Mal mussten wir uns bei der Recherche nicht so genau an die Datenschutzgrundverordnung halten, denn über diese Gemeinschaft ist viel im Internet zu lesen. Außerdem kennen die meisten von uns diese Gruppe, denn sie ist aus dem kulturellen Leben in Warnemünde und darüber hinaus nicht wegzudenken." Um weitere Hinweise zu geben, fährt er fort: "Die Kleidung, die sie tragen, ist so wie sie 1840 getragen wurde: nordisch und ernst und eine schöne ehrwürdige Tüchtigkeit. Bei dem großen Engagement ist es auch nicht verwunderlich, dass sie vom Bundespräsidenten zum Bürgerfest eingeladen wurden". In diesem Moment war den 32 Frauen und Männern um Leiterin Karin Scarbarth alles klar. "Es ist die Warnemünder Trachtengruppe", löst Möller auf. "Wir sind überwaltigt", sagt Scarbarth, die mit ihrer Gruppe die Stadt bei einem Auftritt in Rijeka vertreten will.

Prägte Warnemünde mit seiner Kunst

Traditionsgemäß sollte dann Schluss sein, aber ein aktueller Anlass lässt Klaus Möller fortfahren. "Er wurde 1942 in Oberschlesien geboren und wuchs in Stralsund auf. Er war gelernter Schriftenmaler und studiere von 1964 bis 1967 an der Fachschule für angewandte Kunst, danach arbeitete er als Werbe- und Ausstellungsgrafiker bei der Deutschen Seerederei", verrät er. Seit 1968 lebte der zweite Preisträger in Warnemünde. "Er war immer ein Einzelgänger und hatte den Kopf voller schöner Ideen", beschreibt ihn Möller. "Nicht nur in Kalendern, sondern in allen seinen Bildern hat er den Warnemünder Charme mit dem Stift eingefangen." Es gibt wohl kaum einen Verein in Warnemünde, dessen Logo nicht aus der Feder dieses Künstlers stammt. Das markanteste war sein altes rotes Fahrrad, mit dem er immer durch den Ort geradelt ist. "Wir verleihen den Knurrhahnpreis 2019 posthum an Hansi Parczyk, der am 8. September leider verstorben ist." Was neben den Erinnerungen bleibt, sind seine kreativen Spuren: Die von ihm gestaltete Klönbank am Alten Strom, viele geschnitzte Bilder, die Karten mit den Wimmelbildern und so vieles Andere, mit dem er Warnemünde liebenswert gemacht hat.
 

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