Warnemünde : Fertiggestelltes Modul verlässt Neptun Werft

Das Maschinenraum-Modul für die 'Odyssey of the Seas' verließ am Donnerstag die Neptun Werft mit Kurs Papenburg.
Das Maschinenraum-Modul für die "Odyssey of the Seas" verließ am Donnerstag die Neptun Werft mit Kurs Papenburg.

Mit dem aktuellen Maschinenraum-Bauteil wurden in diesem Jahr bereits drei Elemente nach Papenburg geschickt.

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02. September 2019, 20:00 Uhr

Warnemünde | Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr liefert die Neptun Werft ein Maschinenraum-Modul innerhalb der Meyer Gruppe aus. Mit Hilfe von zwei Schleppern verließ das 140 Meter lange und 42 Meter breite schwimmfähige so genannte Floating Engine Room Unit (Feru) am Donnerstag das Schiffbauunternehmen in Warnemünde. Nach mehrtägiger Überführung auf dem Seeweg wird das Modul am Dienstag die Meyer Werft in Papenburg erreichen. Bestimmt ist das Feru für das neue Kreuzfahrtschiff "Odyssey of the Seas" der Kreuzfahrtgesellschaft Royal Caribbean International. Das Schiff ist ein Schwesterschiff der im April abgelieferten "Spectrum of the Seas".

Werft verbaut als weltweit erste Flüssiggas-Antrieb in Bauteilen

Komplett ausgerüstete Maschinenraum-Module für Kreuzfahrtschiffe liefert das Unternehmen von hier aus auch an die Meyer Werft im finnischen Turku. Dorthin war im Mai das Maschinenraum-Modul für die derzeit im Bau befindlichen "Mardi Gras" von Carnival Cruise Line geschleppt worden. Es war bereits das vierte Feru, das von der Werft in Warnemünde mit Motoren und Tanks für den Einsatz von umweltschonendem Flüssiggas (LNG) ausgerüstet wurde. "Künftig werden wir überwiegend Ferus bauen, die über die anspruchsvolle LNG-Technologie verfügen“, hebt Manfred Ossevorth, Geschäftsführer der Neptun Werft, hervor. Die Unternehmensgruppe sei dabei weltweit die erste, die den stark emissionsreduzierenden LNG-Antrieb für Kreuzfahrtschiffe realisieren.

Weiteres Modul entsteht

Insgesamt wurden am Meyer-Standort in Warnemünde bisher zwölf Ferus gefertigt. Mit dem Bau eines weiteren Maschinenraum-Moduls wurde in der Produktionshalle inzwischen begonnen. Vorgesehen ist es für das neue Kreuzfahrtschiff "Costa Toscana" der Reederei Costa Crociere, das auf der Werft in Turku entstehen wird.

100 neue Jobs geschaffen

Aktuell stehen 24 Kreuzfahrtschiffe im Auftragsbuch der Meyer Gruppe. Um die anspruchsvollen Aufgaben in Rostock zu bewältigen, werden dort 2019 weitere 100 Jobs geschaffen, unter anderem in der Qualitätssicherung, Arbeitsvorbereitung und Fertigung sowie im Bereich Transport und Logistik. Zum diesjährigen Ausbildungsstart begrüßte das Unternehmen in Warnemünde 18 neue Azubis, was einen Anstieg der Ausbildungsquote um 50 Prozent bedeutet. Insgesamt beschäftigt die Neptun Werft 600 Mitarbeiter.

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