Nördlich von Rostock : Vermisster Segler: Polizei klärt Umstände des Vorfalls

Seenotkreuzer „Harro Koebke“

Seenotkreuzer „Harro Koebke“

Ein 69-Jähriger geht auf hoher See nördlich von Rostock über Bord. Die Suche nach dem Segler, der aus Bremerhaven kommen soll, wird wegen geringer Chancen nicht wieder aufgenommen.

svz.de von
10. Juli 2019, 11:10 Uhr

Der 69 Jahre alte Segler, der am Dienstag nördlich von Rostock von einer Segeljacht in die Ostsee gefallen ist, wird weiter vermisst. Wie Sprecher des Marinekommandos in Rostock und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Mittwoch erklärten, gibt es weiterhin keine Spur von dem Mann.

Die Suche werde vorerst nicht wieder aufgenommen. Der Fall werde als Vermissten- und Seeunfall von der Kriminalpolizei in Bremerhaven übernommen, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Rostock. Bei dem Verunglückten handele es nach bisherigen Erkenntnissen um den Eigentümer der elf Meter langen Jacht aus der Nähe von Bremen.

Sehr geringe Überlebenschancen

Der vermisste Segler war nach Angaben der einzigen Mitreisenden an Bord der Jacht in Heiligenhafen (Schleswig-Holstein) gestartet und wollte zu einem Hafen bei Stralsund. Etwa 22 Kilometer nordwestlich von Rostock im Seegebiet Kadetrinne sei der Mann in Segelbekleidung, aber ohne Schwimmweste, plötzlich über Bord gegangen. Die Frau alarmierte die Retter. Acht Schiffe und ein Flugzeug hatten unter der Regie der DGzRS am Dienstag mehrere Stunden erfolglos nach dem Mann gesucht.

Die Überlebenschancen des Verunglückten seien angesichts des Windes und der Wassertemperaturen um 16 Grad sehr gering, erklärten Sprecher des Marinekommandos und der DGzRS. Im Unglücksgebiet soll es zwei Meter hohe Wellen gegeben haben. Eine Suche solle nur wieder aufgenommen werden, wenn neue Erkenntnisse vorlägen. Die mitgereiste Frau sowie die Jacht wurden nach Warnemünde gebracht, wo das Schiff noch liege.

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