Universität Rostock : STC-2019 lockt 300 Forscher in die Hansestadt

Die Professoren Ralf Ludwig, Oliver Kühn und Dr. Sergey Bokarev (v.l.) freuen sich auf den Austausch mit Fach-Kollegen aus aller Welt
Die Professoren Ralf Ludwig, Oliver Kühn und Dr. Sergey Bokarev (v.l.) freuen sich auf den Austausch mit Fach-Kollegen aus aller Welt

Bei dem Symposium zu Spektroskopie und lichtinduzierter Dynamik beraten sich Wissenschaftler aus aller Welt.

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24. September 2019, 10:01 Uhr

Rostock | Erneut geben sich 300 Wissenschaftler aus aller Welt in Rostock die Ehre. Sie beraten seit Sonntag auf einem Symposium an der Universität der Hansestadt über die neuesten Entwicklungen in der theoretischen Chemie. Gastgeber sind Professor Oliver Kühn und Dr. Sergey Bokarev aus der Physik sowie Professor Ralf Ludwig aus der Chemie der Universität Rostock.

Für zahlreiche Wissenschaften von großem Interesse

Die Spitzenforscher und Nachwuchswissenschaftler werden in über 50 Vorträgen und 200 Postern bis Donnerstag ihr Können unter Beweis stellen. Thema des Symposiums sind die „Spektroskopie und lichtinduzierte Dynamik“. Was so wissenschaftlich klingt, spielt in Natur und Technik eine wichtige Rolle. Lichtinduzierte Prozesse und Reaktionen sind in den Materialwissenschaften, der Medizin, der Biologie oder der Biochemie von großem Interesse. Sie entscheiden beispielsweise darüber, ob Sonnenenergie effizient genutzt werden kann. Was noch alles möglich ist, auch darüber wollen die Spitzen-Forscher sich austauschen.

Die Prozesse müssen genauestens verstanden werden

Dabei ist für Professor Kühn klar: „Die theoretischen Chemiker und Physiker kommen nicht nur wegen des 600. Geburtstages zu unserer Alma Mater“. Die Forscher der Universität Rostock haben viel zu bieten. So spielt beispielsweise die Untersuchung von lichtinduzierten Prozessen in der Rostocker Forschung eine wichtige Rolle. Die photokatalytische Wasserspaltung unter Erzeugung von Wasserstoff sowie die Speicherung des Wasserstoffs in kleinen Molekülen sind wichtige Forschungsthemen in der Chemie und Physik der Universität Rostock und dem Leibniz-Institut für Katalyse. „Für eine optimale „Energiekonversion“, also die Umwandlung der Sonnenenergie in speicherbare und nutzbare Formen, „müssen die ablaufenden Prozesse genauestens verstanden werden“, betont Ralf Ludwig. Dabei spiele die theoretische Chemie eine zentrale Rolle.

Nachwuchswissenschaftler spielen wichtige Rolle

In diesem Prozess ist die Qualifizierung und Förderung junger Wissenschaftler ein wichtiges Anliegen der Arbeitsgemeinschaft Theoretische Chemie (AGTC). Deshalb wird auf zwei Postersitzungen viel Platz für die Vorstellung und Diskussion neuer Erkenntnisse der Nachwuchsforscher eingeräumt. Dazu gehört auch ein Poster-Slam: In nur einer Minute machen dabei junge Wissenschaftler auf ihre Arbeiten aufmerksam. „Auf die Gewinner warten attraktive Posterpreise“, sagt Sergey Bokarev. Zudem vergibt die AGTC zu Ehren des Pioniers der Quantenchemie, Hans G. A. Hellmann, den Hellmann-Preis an ambitionierte Nachwuchswissenschaftler. Die Veranstaltung findet noch bis Donnerstag im Audimax auf dem Ulmencampus statt. Den Auftakt bildete eine „Welcome Reception“ im Rostocker Rathaus.

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