projekt rk in Stäbelow : Messebauer setzten auf Nachhaltigkeit

Setzen auf Nachhaltigkeit: die Geschäftsführer des Unternehmens projekt rk aus Stäbelow Michael Kuhn (l.) und Rolf Krämer.
Setzen auf Nachhaltigkeit: die Geschäftsführer des Unternehmens projekt rk aus Stäbelow Michael Kuhn (l.) und Rolf Krämer.

Stäbelower Firma projekt rk bewirkt viel mit kleinen Maßnahmen.

von
30. Dezember 2018, 00:27 Uhr

Stäbelow | Der bevorstehende Jahreswechsel und Start des neuen Jahres bedeutet für Rolf Krämer, Michael Kuhn und ihr über 40-köpfiges Team auch wieder jede Menge Arbeit. Denn: "Von Januar bis Ende März ist absolute Hochsaison für uns", sagt Rolf Krämer. Zusammen mit Michael Kuhn leitet er das gemeinsame Unternehmen projekt rk, das seinen Zentralsitz etwas versteckt im Stäbelower Gewerbegebiet hat. Die Firma, die 1991 gegründet wurde, ist Spezialist und Full-Service-Dienstleiter im Messebau sowie in der Werbetechnik. Und legt dabei großes Augenmerk auf das Thema Nachhaltigkeit. "Das Thema liegt uns sehr am Herzen", bestätigt Michael Kuhn, der weiß, dass Messen per se eigentlich nicht sehr nachhaltig sind. Dafür hat das Unternehmen sogar bereits vor etwa zehn Jahren ein eigenes Zertifikat entwickelt und ist Gründungsmitglied der Famab-Stiftung. "Wichtig ist die Vorbildfunktion. Wir müssen es vorleben, wenn wir etwas erreichen wollen", erklärt Kuhn.

Dazu zählt beispielsweise die Fotovoltaikanlage auf dem Dach, die mit rund 70.000 Kilowatt im Jahr den Bedarf an Strom erwirtschaftet, den das Unternehmen benötigt. Aber auch andere, vermeintlich kleine Dinge helfen in punkto Nachhaltigkeit. So wurde beispielsweise möglichst viel der Beleuchtung auf LED umgestellt, die per Bewegungsmelder aktiviert werden. Aber auch beim Thema Mobilität haben die beiden Chefs umgedacht. So wurde beispielsweise der Transporter abgeschafft. "Der wurde nie genutzt", weiß Kuhn.

Nachhaltig: Beim Druck werden beispielsweise auf Wasser basierte Farben verwendet.
Antje Kindler
Nachhaltig: Beim Druck werden beispielsweise auf Wasser basierte Farben verwendet.


Aber auch beim Thema Logistik wurde nachgesteuert. "Wir sind europaweit mit eigenem Auto und Material unterwegs", so der Geschäftsführer. Über eine eigene Software weiß die Firma nun ganz genau, wo sich was gerade befindet und kann so ganz gezielt die Fahrten planen. Vor allem das Thema Verpackung sei ein gravierendes Problem in dieser Branche. "Früher waren Folie und Einweggurte Gang und Gäbe", erläutert Kuhn, dann habe die Firma stattdessen in Decken, Kisten und Schränke investiert. "Das hat sich schon lange ausgezahlt."

Auch in der Produktion ist Nachhaltigkeit ein Thema. So wurde die Produktion beispielsweise auf Wasser basierende Tinte umgestellt, es wird auf ökologische Materialien gesetzt und der Müll wird in Stäbelow mindestens in zehn verschiedene Fraktionen getrennt. Nur beim Thema Teppiche, die für jeden Messeauftritt immer wieder neu zugeschnitten und danach entsorgt werden, gebe es noch keine finale Lösung, so Michael Kuhn.

Nachhaltigkeit, dieser Bereich hat für projekt rk aber insgesamt drei Aspekte: ökologische, ökonomische und auch soziale. Daher hat das Unternehmen auch hier einiges getan. Und das mit Erfolg. 2013 wurden die Stäbelower dafür mit der Richard-Siegmann-Medaillie zum Thema Familienfreundlichkeit in Rostock ausgezeichnet. So werden laut Kuhn beispielsweise soziale nachhaltige Projekte mit einem Prozent des Umsatzes unterstützt, für die Mitarbeiter wurde eine Nichtraucherprämie eingeführt, die Betreuungskosten für kleine Kinder übernommen, Prämien für Fahrgemeinschaften gezahlt, Gesundheitstage veranstaltet und flexible Arbeitszeiten angeboten. "Nachhaltigkeit ist gar nicht so schwer und kostet auch nicht mehr", sagt Kuhn.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen