Tarifverhandlungen : Rostocker streiken für mehr Geld

Auch in Rostock sollen Beschäftigte im Kfz-Handwerk die Arbeit niederlegen, dazu ruft die IG Metall auf
Auch in Rostock sollen Beschäftigte im Kfz-Handwerk die Arbeit niederlegen, dazu ruft die IG Metall auf

Die IG Metall fordert die Angleichung der Löhne im Kfz-Handwerk und ruft am Freitag zu mehrstündigen Warnstreiks auf.

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20. Juni 2019, 19:34 Uhr

Rostock | Am Freitag sind wieder mehrere Hunderte Beschäftigte zum Warnstreik aufgerufen. Auch in Rostock. Mit den mehrstündigen Protesten im Kfz-Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern will die IG Metall den Druck in der Tarifauseinandersetzung erhöhen. In Betrieben in der Hansestadt, Schwerin, Valluhn und Upahl ruht die Arbeit bis zu acht Stunden. Beschäftigte mehrerer Schichten, auch der Nachtschicht, sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen.

"Bei der zweiten Tarifverhandlung haben die Arbeitgeber nur ein mickriges Angebot vorgelegt", sagt Armin Zander, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Rostock. "30 Jahre nach dem Mauerfall soll der Osten immer noch das Billiglohnland der Republik bleiben, das ist mit uns nicht zu machen. Jetzt machen wir mit Warnstreiks mehr Druck, um unsere Forderungen durchzusetzen."

Angleichung der Löhne in MV gefordert

In MV will die IG Metall eine Angleichung der Entgelte an das Tarifgebiet Schleswig-Holstein durchsetzen. Zudem soll eine zusätzliche Lohngruppe für qualifizierte Gesellen eingeführt und die Vergütungen von Auszubildenden sollen überproportional angehoben werden. "Den Autohäusern und Kfz-Betrieben geht es wirtschaftlich gut", so Friedhelm Ahrens, Tarifsekretär der IG Metall Küste. "Damit sich die Auseinandersetzung nicht weiter zuspitzt, müssen die Arbeitgeber nachlegen und in der dritten Verhandlungsrunde abschlussfähige Angebote vorlegen."

Die nächste Verhandlung findet am 27. Juni in Rostock statt.

Die Tarifverträge im Kfz-Handwerk gelten für insgesamt 6000 Beschäftigte, davon rund 500 in MV, 3500 in Hamburg und 2000 in Schleswig-Holstein.

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