Tarif-Durchbruch : 400 Maler und Lackierer in Rostock bekommen mehr Geld

Das Lohnplus für Maler und Lackierer greift rückwirkend ab Oktober.
Das Lohnplus für Maler und Lackierer greift rückwirkend ab Oktober.

Gewerkschaft und Arbeitgeber einigen sich rückwirkend ab Oktober auf eine zweistufige Anhebung um 5,9 Prozent.

svz.de von
08. November 2018, 08:39 Uhr

Rostock | Gehaltsverhandlungen abgeschlossen: Rückwirkend zum Oktober bekommen die rund 400 Maler und Lackierer in Rostock mehr Lohn. Ihre Industriegewerkschaft (IG) Bau und Arbeitgeber einigten sich auf eine Anhebung in zwei Stufen um 5,9 Prozent. Damit kommt ein Malergeselle nach Angaben der Gewerkschaft nun auf einen Stundenlohn von 15,87 Euro. Umgerechnet auf den Monatslohn seien das 90 Euro mehr im Vergleich zu bisher. Im nächsten Jahr kommen noch einmal 112 Euro dazu. Generell wachsen die Löhne in den neuen Bundesländern um zehn Cent in der Stunde mehr als im Rest der Republik. Die Gewerkschaft feiert dies als „einen weiteren wichtigen Schritt hin zur Ost-West-Angleichung“.

Mehrfach hätten die Tarifverhandlungen vor dem Aus gestanden, erklärt IG Bau-Bezirksvorsitzender Jörg Reppin. Erst ein Schlichtungsverfahren zwischen beiden Seiten habe den Durchbruch ermöglicht. Mit dem Ergebnis zeigt sich Reppin zufrieden: „Die Baubranche brummt. Davon profitieren auch die Malerbetriebe. Jetzt bekommen die Beschäftigten endlich einen fairen Anteil an der guten Umsatzentwicklung.“ Dafür sollten sie unbedingt auf ihre Rechte bestehen, so der Gewerkschafter. „Fachkräfte sollten sich nicht mit dem Helfer-Lohn abspeisen lassen“, sagt er. Anspruch auf den Tariflohn hätten Beschäftigte, die Mitglied der Gewerkschaft sind und die in einem Betrieb arbeiten, der zur Malerinnung gehört. Für sie steige neben dem Verdienst auch die Sonderzahlung am Jahresende, auf jetzt 635 Euro. „Das Extra-Geld kommt mit der November-Abrechnung, die bis spätestens Mitte Dezember im Briefkasten liegt“, so Reppin.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen