Tarifverhandlungen : Streit zwischen Verdi und Unimedizin geht weiter

Verdi will mehr Geld für 4000 Beschäftigte raushandeln.
Verdi will mehr Geld für 4000 Beschäftigte raushandeln.

Gewerkschaft fordert weitere Erhöhung der Gehälter. Unimedizin argumentiert, das wäre mehr als im Flächentarifvertrag.

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21. Mai 2019, 09:36 Uhr

Rostock | Die Gewerkschaft Verdi fordert weiter höhere Löhne und Gehälter für die gut 4000 nichtärztlichen Beschäftigten der Unimedizin Rostock (UMR). Letztere argumentiert, das wäre mehr als für alle anderen Landesbediensteten. "Wie tarifvertraglich vereinbart, wurden die Gehälter der Mitarbeiter bereits zum 1. Dezember 2018 um 2,86 Prozent erhöht. Ab 1. Januar 2019 werden jetzt weitere 3,01 Prozent mehr gefordert", so die Sprecherin der Unimedizin Susanne Schimke.
 

Die Universitätsmedizin Rostock habe Verdi angeboten, die gleichen Beträge zu zahlen wie in den Gehaltstabellen des Flächentarifvertrages (TV-L) vorgesehen. "Das entspricht grundsätzlich den Forderungen der Gewerkschaft, die sich auf den TV-L beruft", so Schimke, würde jedoch eine Anpassung der 39-Stunden-Woche an die 40-Stunden-Woche bedeuten, da sich die Entgelttabellen des TV-L auf 40 Arbeitswochenstunden beziehen. Das allerdings lehnt Verdi ab.

"Da es aus unserer Sicht, nach drei Verhandlungsrunden bislang an einem wertschätzenden Angebot mangelt, riefen die Verdi-Mitglieder zu einer Unterschriften-Petition auf", erklärt Gewerkschaftssekretär Damian Putschli. Die Mehrheit der betroffenen Belegschaft der UMR, gestern waren es mehr als 1600 Unterschriften, habe teilgenommen und so gezeigt, dass sie hinter den Forderungen der Verdi-Tarifkommission stehe. Der Kaufmännische Vorstand Harald Jeguschke sollte die Unterschriften heute übernehmen.

Mit Blick auf die nächsten Verhandlungen am Donnerstag, 23. Mai, sei die Universitätsmedizin Rostock zuversichtlich, eine einvernehmliche Einigung zu erreichen, hatte Sprecherin Schimke am heutigen Dienstag erklärt.

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