Sozialer Wohnraum : Rostock will Miete für 800 Wohnungen einfrieren

Durch die Mietpreisbremse soll auch der soziale Wohnungsbau gestärkt werden.
Durch die Mietpreisbremse soll auch der soziale Wohnungsbau gestärkt werden.

Die Hansestadt will Mieter mit niedrigem Einkommen unterstützen.

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26. Oktober 2018, 13:09 Uhr

In Rostock soll die Miete von bis zu 800 kommunalen Wohnungen eingefroren werden. Mit dem „Mietanker“ soll die Kaltmiete bei maximal 5,30 Euro pro Quadratmeter gedeckelt und Erwerbstätigen mit niedrigem Einkommen geholfen werden, teilten die Stadtverwaltung und das kommunale Wohnungsunternehmen Wiro am Freitag mit. Die Wohnungen sollen in allen Stadtteilen liegen, um eine Konzentration in bestimmten Vierteln zu vermeiden.

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Um in den Genuss zu kommen, müssen die Mieter jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die Deckelung gelte nur bei Neuvermietungen für Haushalte, in denen mindestens ein Kind unter 18 Jahren lebt und deren Einkommen eine bestimmte Höhe nicht übersteigt. Dabei gelten die gleichen Voraussetzungen wie beim Wohnberechtigungsschein.

Geprüft werden die Einkommensverhältnisse von der Stadtverwaltung, die dann einen „Ankerschein“ ausstellt, der regelmäßig verlängert werden muss, hieß es. Wer später mehr verdient müsse nicht ausziehen, aber die Miete werde erhöht. Dafür werde eine neue Wohnung ins Projekt aufgenommen, das zunächst bis 2025 befristet ist.

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Die Linke in der Bürgerschaft begrüßte den Schritt. „Schön wäre, wenn der Mietanker in Zukunft noch ausgeweitet wird und mehr Wohnungen umfassen könnte“, sagte die Fraktionsvorsitzende Eva-Maria Kröger. In Rostock lag die durchschnittliche Kaltmiete dem Mietspiegel 2017 zufolge bei 5,89 Euro. Seit dem 1. Oktober gilt in Rostock und Greifswald zudem die Mietpreisbremse.

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>> Ein ausführlicher Bericht folgt.

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