Silvester in Rostock : Verkauf von Feuerwerk läuft nur langsam an

Silvester feiern Franziska Linse und Steffen Borstel dieses Jahr erstmals mit der vier Monate alten Tochter Liah Gerda. Das Feuerwerk ist bereits gekauft. Foto: Katrin Zimmer
Silvester feiern Franziska Linse und Steffen Borstel dieses Jahr erstmals mit der vier Monate alten Tochter Liah Gerda. Das Feuerwerk ist bereits gekauft. Foto: Katrin Zimmer

Gewöhnlich wollen Kunden zum Verkaufsstart die besten Silvesterknaller erwischen. Doch die Regale sind noch gut gefüllt.

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29. Dezember 2018, 12:00 Uhr

Rostock | Wenn die letzten Sekunden des alten Jahres verstreichen, bewaffnen sich Tausende Rostocker mit Raketen und Böllern, um das neue Jahr zu begrüßen. Schon am ersten Verkaufstag drängen sich Kunden in den Geschäften, um die größten, buntesten und lautesten Silvesterknaller zu erwischen. Normalerweise. Doch die Nachfrage scheint zu sinken. Die Regale in den Supermärkten der Kröpeliner-Tor-Vorstadt, dem Szeneviertel Rostocks, sind noch gut gefüllt. Ein Böllerverbot gibt es in der Hansestadt bisher aber nicht.

Nur wenige tragen Raketenpakete aus den Geschäften. Zu ihnen gehören Franziska Linse und Steffen Borstel. Die Rostocker feiern dieses Jahr zu Hause mit Freunden, denn Tochter Liah Gerda ist gerade erst vier Monate alt. "Wir gehen um Mitternacht natürlich trotzdem kurz raus und nehmen das Babyfon mit", sagt Mutter Franziska. Feuerwerk gehöre für sie einfach zu Silvester. "Eine Glücksrakete fürs neue Jahr muss sein. Großartig böllern ist aber nicht mein Ding", sagt sie.

Ein generelles Böllerverbot gibt es in Rostock bisher nicht. Allerdings dürfen Feuerwerkskörper nur von 16 Uhr des 31. Dezember bis Neujahr 6 Uhr abgebrannt werden. Darauf weist das Stadtamt hin. Pyrotechnik darf nicht in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen gezündet werden. Zu stroh- oder reetgedeckten Gebäuden sowie Tankstellen muss ein Mindestabstand von 200 Metern eingehalten werden. Einige Großstädte verbieten die Silvesterknaller bereits seit Jahren, vor allem in historischen Altstädten. So gilt das Verbot beispielsweise in Lüneburg, Hildesheim und seit neuesten auch in Hannover.

Stadt und Feuerwehr weisen darauf hin, nur in Deutschland geprüfte Feuerwerkskörper zu kaufen. Diese erkennen Kunden am CE-Zeichen und der Kennnummer der Prüfstelle. Silvesterraketen und Böller sollten nur im Freien gezündet und nicht gegen Menschen und Tiere gerichtet werden. Im Brandfall die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmieren.

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