Schiffsunglück in Warnemünde : Frachter ,Bore Bank' läuft auf Grund

Der 139-Meter-Frachter ,Bore Bank'  läuft vor Ostmole in Warnemünde auf Grund, weil es manövrierunfähig war. Grund soll ein Ruderausfall sein. Das Cargo-Schiff muss von drei Schleppern befreit werden. Foto: Stefan Tretropp
Der 139-Meter-Frachter ,Bore Bank' läuft vor Ostmole in Warnemünde auf Grund, weil es manövrierunfähig war. Grund soll ein Ruderausfall sein. Das Cargo-Schiff muss von drei Schleppern befreit werden. Foto: Stefan Tretropp

Das 139 Meter lange Frachtschiff Bore Bank hat am 17. Januar um 4.30 Uhr einen Ruderschaden erlitten und ging auf Grund

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17. Januar 2019, 13:25 Uhr

Warnemünde | in seltener Schiffsunfall hat sich am Donnerstag um 4.30 Uhr vor Warnemünde ereignet: Das 139 Meter lange Frachtschiff „Bore Bank“, das unter finnischer Flagge ist früh morgens auf Grund gelaufen. Der unter finnischer Flagge fahrende Frachter stand nach dem Unfall zwischen den beiden Molenköpfen quer und versperrte so die Zufahrt in den Rostocker Seehafen. Dadurch sind morgens auch die Fähren etwas behindert worden. „Der Unfall ist durch einen technischen Schaden passiert“, sagt Hafenkapitän Gisbert Ruhnke und bestätigt: „Es war trotzdem noch Glück im Unglück, das Schiff war kurz vor der Ostmole in eine Böschung geraten, der Kapitän hat sofort einen Hilferuf über den Kanal 73 an alle Schlepper herausgegeben wie das im Hafenrevier so üblich ist “, so Ruhnke. Es war so gesehen auch in diesem Punkt ein großes Glück: „Ein paar Meter weiter wäre das Schiff an den Molenkopf gekommen“, so Ruhnke. Nach dem Hilferuf eilten die drei Schlepper „Fairplay VI“, „Bugsier 16“ und „Fairplay XII“ aus Rostock dem Havaristen sofort zur Hilfe.

Zwei von ihnen schleppten den Frachter heckseitig frei, während der dritte am Bug half. Nach rund einer Stunde war der Frachter befreit und konnte langsam in den Überseehafen manövriert werden. „Es ist niemand verletzt worden, zum Glück hat es auch keinen Wassereinbruch gegeben, Taucher haben das Schiff untersucht, das am Liegeplatz ganz normal Entladen wurde.“

Auch ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Rostock bestätigte dass das 23 Meter breite Cargo-Schiff während der Fahrt mutmaßlich einen Ruderausfall. In diesem Zustand trieb es in Richtung der Ostmole ab und lief dort auf Grund. Der Kapitän verständigte aufgrund der Bewegungsunfähig seines Schiffes Hilfskräfte. Auch Frachtcontor Junge wurde als Schiffsmaklerei über die Probleme mit der Steuerung beim Manövrieren informiert.

Die Wasserschutzpolizei bestätigte weiterhin, dass es zu keinem Wassereinbruch an Bord gekommen sei und es auch keine Verletzten gegeben habe. Sie wird dort die Ermittlungen zur genauen Unfallursache des Frachters aufnehmen.

Aufgrund des quer zur Hafeneinfahrt stehenden Schiffes kam auch der Ostseefährverkehr zeitweilig zum Erliegen. Fähren mussten auf offener See warten. „Aber die kleineren Verzögerungen sind später wieder ein wenig aufgeholt worden“, sagte Hafenkapitän Ruhnke, der auch froh über den Ausgang des Unfalls war.

Frank Krämer von Frachtcontor Junge ging nach einer Rückfrage davon aus, dass der Frachter „Bore Bank“ am gleichen Tag wieder auslaufen konnte. Immer vorausgesetzt, dass die Taucher keine Schäden am Schiff finden, die gegen ein Auslaufen sprechen würden. Aber nach ersten Untersuchungen war davon nicht auszugehen.

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