Jugend debattiert : Rostocker wird Vierter im Bundesfinale

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Bei der Preisverleihung: Dr. Tobias Diemer von der Stiftung Mercator, Ottilie Bälz von der Robert Bosch Stiftung, Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien, Finalistin Anabel Wächter, Finalist Clemente Vargas, Prof. Nikolaus Risch, Finalistin Emma de Bourdeille, Finalist Moritz Junge und Kaija Landsberg (v. l.).
Bei der Preisverleihung: Dr. Tobias Diemer von der Stiftung Mercator, Ottilie Bälz von der Robert Bosch Stiftung, Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien, Finalistin Anabel Wächter, Finalist Clemente Vargas, Prof. Nikolaus Risch, Finalistin Emma de Bourdeille, Finalist Moritz Junge und Kaija Landsberg (v. l.).

Moritz Junge vom Käthe-Kollwitz-Gymnasium sichert sich in Berlin ein Alumni-Stipendium und Fortbildungskurse.

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23. Juni 2019, 15:15 Uhr

Rostock/Berlin | Moritz Junge vom Musikgymnasium Käthe-Kollwitz hat beim Bundesfinale von Jugend debattiert in Berlin den vierten Platz belegt. Der 15-Jährige musste die Jury zum Thema "Sollen Medien mit hoher Reichweite kurz vor den Wahlen auf Wahlempfehlungen verzichten?" mit seiner Argumentation und Darstellung überzeugen, dabei aber den anderen drei Finalisten seiner Gruppe den Vortritt lassen.

Debatte vor 500 Zuschauern

Für das Finale der deutschlandweit letzten acht Teilnehmer hatte er sich zuvor im Regionalentscheid qualifiziert. In Berlin durfte er vor 500 Zuschauern ran. Trotz des vierten Platzes ist Moritz Junge die Aufnahme in das Alumni-Programm Jugend debattiert sowie eine Akademiewoche mit weiterer rhetorischer Fortbildung sicher.

Eine fachkundige Jury, unter Vorsitz des Politikwissenschaftlers Prof. em. Ulrich von Alemann, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, bewertete die Debatten öffentlich nach Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Am meisten beeindruckten sie die 14-jährige Emma de Bourdeille vom Beethoven-Gymnasium in Berlin mit ihrer Argumentation gegen den Verzicht auf Wahlempfehlungen sowie die 17-jährige Lia Schöneweiß von der Kaiserin-Augusta-Schule in Köln. Sie trat überzeugend gegen die Rückgabe von Kulturgütern an die Ursprungsländer ein.


Bei Jugend debattiert lernen Schülerinnen und Schüler genau das: sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen intensiv auseinanderzusetzen, die Argumente der Gegenseite zu hinterfragen und leidenschaftlich für einen Standpunkt zu streiten. Prof. R. Alexander Lorz, Kultusminister Hessen

Jugend debattiert ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner Schirmherrschaft. Im laufenden Schuljahr haben sich bundesweit an Jugend debattiert rund 1300 Schulen beteiligt. "Erst im politischen und gesellschaftlichen Diskurs und in der friedlichen Auseinandersetzung mit entgegengesetzten Ansichten zeigt sich der wahre Wert unserer Demokratie", betonte der Hessische Kultusminister und Präsident der unterstützenden Kultusministerkonferenz, Prof. R. Alexander Lorz. "Bei Jugend debattiert lernen Schülerinnen und Schüler genau das: sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen intensiv auseinanderzusetzen, die Argumente der Gegenseite zu hinterfragen und leidenschaftlich für einen Standpunkt zu streiten. Die seit Jahren hohen Teilnehmerzahlen belegen dabei das ungebrochene Interesse unserer keineswegs unpolitischen Jugend. Ich danke allen Beteiligten und freue mich schon auf den Wettbewerb im kommenden Jahr."

Debatte soll Demokratie stärken

Kaija Landsberg, Geschäftsführerin von Demokratie stärken der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, äußerte sich im Namen der beteiligten Stiftungen: "Demokratie braucht Debatte. Debatte braucht aufmerksames Zuhören, abgewogene Argumente und gut recherchierte Fakten. Die Finalistinnen und Finalisten von Jugend debattiert haben in ihrer Debatte gezeigt, dass sie mündige Bürger sind. Unsere Gesellschaft braucht Menschen wie sie, die Nachrichten kritisch hinterfragen und ein Thema aus allen Perspektiven betrachten. Nur so können wir respektvoll und wertschätzend um die besten Lösungen ringen."

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