Dating-Plattform : Rostocker tappt in die Sexfalle

Eine angebliche Französin hat einen Rostocker dazu gebracht, sich vor der Webcam zu entblößen.
Eine angebliche Französin hat einen Rostocker dazu gebracht, sich vor der Webcam zu entblößen.

Junger Mann fällt auf angebliche Französin herein, die ihn daraufhin mit Nacktbildern erpressen will.

von
13. Februar 2019, 14:12 Uhr

Rostock | Eine angebliche Französin hat mithilfe einer Datingplattform versucht, einen jungen Rostocker mit Nacktbildern zu erpressen. Doch statt auf ihre Geldforderung einzugehen, suchte der Mann gestern die Hilfe der Polizei.

Der Rostocker hatte die ihm bis dahin unbekannte Frau auf einer Dating-Plattform im Internet kennengelernt. Seine Chatpartnerin, die sich Camille nannte und vorgab Französin zu sein, wechselte mit ihm zu der Videochat-Plattform Skype. Dort würde die Übersetzungsfunktion das Kennenlernen erleichtern, begründete sie. Zunächst kam es zum Smalltalk und die vermeintliche Französin fing an zu flirten. Durch geschicktes Werben brachte sie den jungen Mann schließlich dazu, sich vor der Webcam zu entblößen.

Später überredete sie ihn, den Kontakt auf seinem Facebookprofil zu intensivieren, um dort ihre perfide Masche weiter auszubauen. Nun war der Rostocker endgültig in die Falle getappt: An dieser Stelle unterbrach "Camille" den Chat, nachdem sie die Freundesliste kopiert hatte. Jetzt drohte sie damit, das Video an alle seine Bekannten zu schicken, sollte er keinen Geldbetrag überweisen. Der Rostocker ließ sich jedoch nicht erpressen, sondern erstatte Strafanzeige. Laut Polizei hat er damit genau richtig gehandelt. Oftmals würden die Opfer aus Angst oder Scham bezahlen. Daher sei davon auszugehen, dass die Dunkelziffer bei Straftaten dieser Art viel höher liege.

In diesem Zusammenhang rät die Rostocker Polizei: Bleiben Sie beim Chatten mit Unbekannten misstrauisch und lassen Sie sich nicht auf sexuelle Handlungen beim Videochat ein. Werden Sie erpresst, gehen Sie nicht auf die Forderungen ein. Brechen Sie den Kontakt sofort ab und erstatten umgehend Strafanzeige bei der Polizei.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen