Rostocker Zoo : Künstlergruppe Artunique verschönert Pinguin-Zuhause

Die neue Pazifikwand haben Binia und Christian Hölzer (M.) gestaltet. Die Tierpfleger Anna Krasselt und Matthias Petzold sind beeindruckt von dem Kunstwerk.
Die neue Pazifikwand haben Binia und Christian Hölzer (M.) gestaltet. Die Tierpfleger Anna Krasselt und Matthias Petzold sind beeindruckt von dem Kunstwerk.

Binia und Christian Hölzer haben das Technikgebäude der Anlage des Polariums in eine Pazifiklandschaft verwandelt.

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25. August 2019, 16:30 Uhr

Rostock | Ein Stück Heimatgefühl kommt neuerdings für die 27 Humboldtpinguine im Rostocker Zoo auf: Die Rostocker Künstlergruppe Artunique um Binia und Christian Hölzer hat das Technikgebäude der Anlage des Polariums in eine Pazifiklandschaft verwandelt.

Tierpfleger schwer begeistert

"Die Idee kam unserem Projektteam Polarium schon während des Baus, weil die schwarze Wand einfach zu trostlos aussah", so Zoodirektor Udo Nagel. Allerdings fehlte das Geld zur Realisierung der Pläne. "Wir sind sehr dankbar, dass uns die Wiro und die Stadtwerke mit der Finanzierung bei der Verwirklichung des Vorhabens unterstützt haben", so Nagel. Auch die Tierpfleger seien von der Umsetzung und künstlerischen Ausgestaltung schwer begeistert, betonte er. "Die Anlage gewinnt mit dem Motiv deutlich an Ausstrahlungskraft."

Die Rückwand des Technikgebäudes ist zirka 45 Quadratmeter groß. Vorgabe des Zoos war bei der Motivsuche eine natürliche, dem Lebensraum der Humboldtpinguine nahe kommende Landschaft. Sie kommen an den Pazifikküsten in Peru und Nordchile und auf den dort vorgelagerten Inseln vor.

27 Humboldtpinguine leben derzeit im Polarium im Rostocker Zoo.
Joachim Kloock
27 Humboldtpinguine leben derzeit im Polarium im Rostocker Zoo.

Die raue Küstenregion des Pazifiks mit den gigantischen Anden haben Binia und Christian Hölzer frei Hand und komplett mit der Dose gesprüht. Die neue beeindruckende Pazifikwand direkt am Wasserbecken der beliebten Frackträger vermittelt den Besuchern nun auch einen Blick in das Lebensumfeld der laut Roter Liste gefährdeten Humboldtpinguine.

Wilde Zoo-Bewohner zieren Trafos der Stadt

Vorab fand ein Wettbewerb unter regionalen Künstlern statt, bei dem sich Artunique durchsetzen konnte. Die Gruppe und den Zoo verbindet eine längere Zusammenarbeit, deren Spuren in ganz Rostock zu finden sind. Überall in der Hansestadt zieren wilde Bewohner des Zoo Kabelverteilerschränke und Trafohäuschen. Seit drei Jahren grüßt auch unübersehbar ein riesiger Fischotter die Autofahrer am Warnowtunnel. Die Gruppe Artunique ist 2002 aus dem gemeinnützigen Verein Graffiti-Freunde-Mecklenburg-Vorpommern e. V. hervorgegangen und gehört zu den bekanntesten Künstlern der Region.

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