Gensoric : Rostocker Forscher stellen revolutionären Energiespeicher der EU vor

Das Team um Gensoric-CEO Antonio Martinez Arbizu (3. v. l.) hat nicht nur das Interesse der EU, sondern auch schon der Chinesen geweckt.
Foto: Torben Hinz
Das Team um Gensoric-CEO Antonio Martinez Arbizu (3. v. l.) hat nicht nur das Interesse der EU, sondern auch schon der Chinesen geweckt. Foto: Torben Hinz

Gensoric-Chef präsentiert revolutionäre Anlage vor dem EU-Parlament. Chinesen wollen sie weiter abwerben.

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27. November 2018, 14:34 Uhr

Rostock/Brüssel | Das Rostocker Start-up-Unternehmen Gensoric mischt endgültig in der Champions League der europäischen Forschung mit. Auf Einladung des Europäischen Parlaments hat Firmenchef Antonio Martinez Arbizu das revolutionäre Energiespeichersystem, bei dem mithilfe von beheizten Enzymen aus Umgebungsluft und Wasser Methanol erzeugt wird, gestern bei der Konferenz "EU research and innovation in our daily life" in Brüssel vorgestellt. "Damit will das Europa-Parlament die Aufmerksamkeit für das Research und Innovation Programm der EU - Horizont 2020 - erhöhen und die positiven direkten Auswirkungen auf unser tägliches Leben belegen", sagt Sprecherin Uta Hermes.

Rostocker sichern sich Millionen-Förderung

Zuvor hatte sich Gensoric mit seiner Willpower-Energy-Anlage finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe über das SME Instrument Phase II gesichert. Mit dem Programm fördert die EU Innovationen, die auf ihrem Gebiet einen Durchbruch bewirken könnten und ein hohes Vermarktungspotenzial besitzen.

Langfristige Energiespeicherung möglich

Gensoric plant den Einsatz des Systems zur Wärme- und Stromerzeugung in Wohnhäusern. Denn dank des Methanols kann grüne Energie aus Solar- oder Windkraft langfristig gespeichert und auch wieder abgerufen werden. Potenziell sind auch weitere Anwendungsgebiete denkbar, beispielsweise im Antrieb von Fahrzeugen.

Neben der EU baggern auch die Chinesen kräftig an den Rostockern. Vom 5. bis 7. Dezember fliegen Gensoric-Vertreter erneut nach Xi’an, wo ein chinesischer Innovationscontest (IEC) stattfindet. "Für den konnten wir uns im Oktober in Hamburg qualifizieren", so Hermes. "Ein Schwerpunkt unserer Präsentation ist die Nutzung von regenerativ erzeugtem Methanol als Treibstoff in der Mobilität, da China auch durch fossile Kraftstoffe mit starker Umweltverschmutzung kämpft." Den Wettbewerbsgewinnern winken ihr zufolge zwischen 5000 und 125.000 Euro.

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