Rostock : Zustand des Säuglings nach Messerattacke stabil

Fassungslos stehen Polizisten, Feuerwehrleute und Anwohner vor dem Plattenbau im Kurt-Schumacher-Ring im Rostocker Stadtteil Dierkow. Ein Mann hatte auf ein drei Monate altes Baby eingestochen und sich dann aus dem 5. Stock gestürzt. Er starb. Der Zustand des Säuglings ist inzwischen stabil.
Fassungslos stehen Polizisten, Feuerwehrleute und Anwohner vor dem Plattenbau im Kurt-Schumacher-Ring im Rostocker Stadtteil Dierkow. Ein Mann hatte auf ein drei Monate altes Baby eingestochen und sich dann aus dem 5. Stock gestürzt. Er starb. Der Zustand des Säuglings ist inzwischen stabil.

Drei Monate altes Baby schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Mann, der vom Balkon stürzte und starb, wohl unter Drogen.

svz.de von
22. Juli 2019, 15:50 Uhr

Rostock | Der Zustand des am Samstag im Rostocker Stadtteil Dierkow bei einer Messerattacke schwer verletzten Babys ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft stabil. Welche Folgen die Verletzungen für das weitere Leben des drei Monate alten Säuglings haben werden, könne aber noch niemand absehen, sagte eine Sprecherin am Montag.

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40-Jähriger möglicherweise unter Drogeneinfluss

Ein 40 Jahre alter Mann hatte nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft am späten Samstagabend in einer Wohnung in Dierkow auf das Baby eingestochen und sich dann vom Balkon in der fünften Etage gestürzt. Der Mann starb. Die Staatsanwaltschaft habe eine Obduktion beantragt. "Es gibt Hinweise, dass er möglicherweise Drogen genommen hat", sagte die Sprecherin.

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Ersten Erkenntnissen zufolge könnten Wahnvorstellungen eine Mitursache gewesen sein. Derzeit gehen die Ermittler von einem plötzlichen Ausbruch ohne ersichtlichen Grund aus, sagte die Staatsanwältin. Die 18 Jahre alte Mutter des Säuglings erlitt am Samstagabend einen Schock und konnte zunächst nicht vernommen werden. Ob sie im Laufe des Montags befragt werden konnte, konnte die Sprecherin nicht sagen. Da der Täter tot ist, brauche man sie nicht zu sehr zu bedrängen.

Täter pflegte Beziehung zur Mutter des Säuglings

Der 40-Jährige war ein Bekannter der Familie, allerdings ohne festen Wohnsitz. Entgegen ersten Berichten handelte es sich nicht um den Ex-Partner der 18-Jährigen. Der Mann habe eine Beziehung zur Mutter der jungen Frau gehabt, wobei derzeit unklar sei, ob diese Beziehung zum Tatzeitpunkt noch bestand. Ein neun Jahre alter Junge, der während der Tat ebenfalls in der Wohnung war, ist der Sohn des Mannes und der Halbbruder der 18-Jährigen.

Der Mann war erst am Mittwoch vor der Tat aus dem Gefängnis entlassen worden, wo er eine Ersatzfreiheitsstrafe wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe verbüßte, sagte die Sprecherin. Er sei wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten polizeibekannt gewesen.

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