Rostock : Turnhalle erstrahlt in neuem Glanz

Die Rostocker Nachwuchs-Wasserspringer wie hier Julien (8) lieben die beiden Trampoline. Die frisch sanierte untere Turnhalle in der Neptunschwimmhalle wurde am Freitag offiziell in Betrieb genommen.
Die Rostocker Nachwuchs-Wasserspringer wie hier Julien (8) lieben die beiden Trampoline. Die frisch sanierte untere Turnhalle in der Neptunschwimmhalle wurde am Freitag offiziell in Betrieb genommen.

Der untere Sportraum in der Neptunschwimmhalle ist für 1,4 Millionen Euro umfangreich modernisiert worden.

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21. Juni 2019, 16:30 Uhr

Rostock | Hell, freundlich, lichtdurchflutet - so präsentiert sich die untere Turnhalle im Hallenschwimmbad Neptun, nachdem diese in den vergangenen Monaten unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten umfassend modernisiert wurde. Im Zusammenhang mit der Umsetzung des Gesamtbrandschutzkonzeptes für die Schwimmhalle hat der Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) die gesamte Haustechnik erneuert. Dafür wurde unter anderem neue Lüftungstechnik verbaut und eine Heizungs- und Rauchabzugsanlage installiert. Parallel zu diesen Arbeiten wurden die Einbauten der Turnhalle modernisiert, zu denen der Schwingboden, die Gymnastikspiegel, die Sprossenwände, der Fußboden und die Schallschutzdecke zählen. "Nach knapp einjähriger Bauzeit sind wir in diesem Monat fertig geworden. Bis zum 13. Juni wurde noch der Sportboden verlegt. Seit dem 17. Juni trainiert bereits die deutsche Nationalmannschaft in der Halle", sagt Bauherrin Sigrid Hecht.

Sehr gute Trainingsbedingungen findet unter anderem die deutsche Wasserspringer-Nationalmannschaft vor. Hier können Lena Hentschel und ihre Teamkollegen für ihr großes Ziel trainieren.
Georg Scharnweber
Sehr gute Trainingsbedingungen findet unter anderem die deutsche Wasserspringer-Nationalmannschaft vor. Hier können Lena Hentschel und ihre Teamkollegen für ihr großes Ziel trainieren.

In der unteren Turnhalle absolvieren rund 150 Athleten aus dem Leistungsbereich ihr Grundlagentraining. Insbesondere das Wasserspringen als technisch anspruchsvolle Sportart verlange eine vielfältige Ausbildung - auch an Land, so Andreas Kriehn, Vorstandsvorsitzender des Wasserspringerclubs Rostock (WSC). "Angefangen vom Trampolin, den Longenanlagen, der Akrobatikbahn, dem Trockensprungbrett, des speziellen Turnerbodens mit Spiegelstrecke für die Ballettausbildung, einer Schaumstoffgrube bis hin zu speziellen Turngeräten bietet diese Halle fast alles was das Athleten- und Trainerherz begehrt und zu Höchstleistungen motivieren kann", sagt Kriehn. "Schlechte Luft und Temperaturschwankungen, mit denen die Athleten und Trainer des WSC-Rostock bisher zu kämpfen hatten, gehören mit erfolgter Sanierung nun der Vergangenheit an", ergänzt er.

Entsprechende Trainingsbedingungen für künftige Olympia-Teilnehmer

Der WSC wurde 1999 als Nachfolger des international erfolgreichen SC Empor Rostock gegründet. Er hat heute mehr als 600 Mitglieder und ist Bundesstützpunkt und Landesleistungszentrum. "Rostock ist nicht nur Trainingsstandort der Nationalmannschaft im Wasserspringen, sondern auch Austragungsort zahlreicher nationaler und internationaler Wettkämpfe. Mit Ehrgeiz kämpfen unsere Nachwuchsathletinnen und -athleten für ihren großen Traum: die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Auf ihre Erfolge und darauf, dass wir es geschafft haben, ihnen die entsprechenden Trainingsbedingungen zu ermöglichen, können wir als Stadt stolz sein“, sagt Steffen Bockhahn (Linke), Senator für Jugend und Soziales, Gesundheit, Schule und Sport.

An den verschiedenen Geräten können die Sportler wie Lena Hentschel aus dem Perspektivkader des Bundeskaders im Bereich Wasserspringen an verschiedenen Trockenübungen feilen.
Eigenbetrieb KOE Rostock
An den verschiedenen Geräten können die Sportler wie Lena Hentschel aus dem Perspektivkader des Bundeskaders im Bereich Wasserspringen an verschiedenen Trockenübungen feilen.

Für die Modernisierung der unteren Turnhalle wurden rund 1,4 Millionen Euro aufgewendet. Der Bund und das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützen das Projekt mit 550.000 Euro. "Das Hallenschwimmbad Neptun gehört zu unseren Großprojekten. In Hinblick auf die Instandhaltung werden jährlich durchschnittlich etwa 100.000 Euro investiert. Hierzu zählen Reparatur- und Wartungsarbeiten. Hinzu kommen Investitionen in Millionenhöhe etwa für den Umbau des Foyers und des Mamorsaals, für die barrierefreie Erschließung der Schwimmhalle, für die Sanierung der 25-Meter- und der 50-Meter-Bahnen sowie für die Modernisierung der oberen Turnhalle, die seit 2011 durch den KOE umgesetzt worden sind", fasst KOE-Chefin Hecht zusammen. Auch in den nächsten Jahren steht das Traditionsschwimmbad auf der Projektliste. So sollen unter anderen die Lager- und Vereinsräume, die sich auf der Südseite des Gebäudes befinden, saniert werden.

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