Rostock : Stadt plant Slipanlage mit Pkw-Zufahrt am Schilfgürtel

Rostock hat im Wassersport viel zu bieten: Neben Segeln und Tauchen ist der Kanusport vom Freizeit- bis zum Leistungssport vertreten.
Rostock hat im Wassersport viel zu bieten: Neben Segeln und Tauchen ist der Kanusport vom Freizeit- bis zum Leistungssport vertreten.

Im Zuge der Planungen für die Bundesgartenschau 2025 soll für den Wassersport eine neue Anlage geben.

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18. November 2019, 18:30 Uhr

Rostock | Entgegen der bisherigen Unterlagen für die Buga-Bewerbung soll nun doch kein neuer Lagerplatz für Wassersport und eine dauerhaft einzuordnende öffentliche Slipanlage im Stadthafen entstehen. Das geht aus einer Kurzfassung der geplanten Wettbewerbsausschreibung für den Stadtpark auf der ehemaligen Deponie in Dierkow hevor, der der Bürgerschaft vorliegt. Dafür seien laut der Ausschreibung entsprechende Pkw-Stellplätze zu berücksichtigen.

Die Planungen stoßen allerdings auf Kritik. "Die Folge wäre eine zusätzliche Autozufahrt durch ein grünes Areal zur Warnow und massive Eingriffe in den geschützten Schilfgürtel", erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Rostocker Bürgerschaft, Uwe Flachsmeyer. "Von einer solchen Anlage war bisher nie die Rede. Es geht nicht, dass in einem Ausschreibungstext ohne jegliche Bürger- oder Gremienbeteiligung solche Dinge festgelegt werden."

Der bisherige Radweg in Verlängerung der Hinrichsdorfer Straße zur Warnow müsse dafür in eine Straße umgewandelt werden. Damit, so der Grünenchef, würde auch die Attraktivität als Fahrradstrecke sinken. "Das kann nicht Ergebnis einer Buga sein", ergänzt Flachsmeyer.

Große Teile des Warnowufers im Stadtgebiet seien bereits jetzt durch Bootsliegeplätze und Slipanlagen intensiv genutzt. Es bestehe daher keine Notwendigkeit für weitere Anlagen, so die Meinung der Fraktion.

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