Rostock : Parkplatz in der Rungestraße bleibt vorerst Ärgernis

Auf dem Gelände in der Rungestraße will ein irischer Investor eine Hotel- und Wohnanlage bauen.
Auf dem Gelände in der Rungestraße will ein irischer Investor eine Hotel- und Wohnanlage bauen.

Der Zustand der Fläche erzürnt so manchen Nutzer. Der Investor plant eine Hotel- und Wohnanlage.

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27. Januar 2020, 05:00 Uhr

Schlaglöcher in denen Autoreifen stecken bleiben, unebener Boden aus Sand, und fehlende Markierungen - soweit die Lage auf dem Parkplatz in der Rungestraße in der Rostocker Innenstadt. "Der Zustand ist einfach miserabel", beschreibt Matthias Willert, der sein Auto des Öfteren dort abstellt.

Anstatt geparkt, soll in der Rungestraße in Zukunft jedoch gewohnt werden. Der Eigentümer der Fläche, die Randalswood Germany GmbH, will dort eine Hotel- und Wohnanlage bauen - bis dahin bleibt der Parkplatz, wie er ist.

Überall auf dem Parkplatz verteilt finden sich solche Dellen im Boden. Bei Regen füllen sich diese schnell mit Wasser.
Aline Farbacher
Überall auf dem Parkplatz verteilt finden sich solche Dellen im Boden. Bei Regen füllen sich diese schnell mit Wasser.
 

Zustand zu schlecht - Preise zu hoch

"Der Zustand ist sehr schlecht. Manchmal reiht sich hier Loch an Loch", erklärt Passantin Viola Zöllik. Auch eine richtige Markierung der Parkflächen vermisse sie. Ebenfalls verärgert ist der Rostocker Harald Reining: "Das wäre doch wirklich nicht so schwer, hier mal Split in die Löcher zu füllen." Der Parkplatz wirke provisorisch - dennoch sei er deswegen nicht preiswerter als andere, so Reining.

Laut der für die Fläche zuständigen Parkverwaltungsfirma PRS Parkraum Service GmbH bestünde zwischen dem Zustand des Parkplatzes und den Gebühren kein Zusammenhang: "Als Dienstleister sind wir ausschließlich für die Kontrolle des ruhenden Verkehrs beauftragt", teilt die Organisationsleiterin Laura Wessel mit. Sie erklärt weiter, dass der Eigentümer immer wieder bemüht sei, die Beschaffenheit zu verbessern.

Der zuständige Projektentwickler des irischen Investors, Denis Madden, verweist jedoch auf die von Randalswood beauftragte Rostocker Hausmeister Service Maischak GmbH, welche sich laut ihm um die normale Instandhaltung kümmere.

Regelmäßige Instandhaltung - nur merkt es keiner

"Wir sind dazu beauftragt eine bestimmte Verkehrssicherheit herzustellen", bestätigt der Geschäftsführer der Rostocker Hausmeister Service Maischak GmbH, Tom Maischak. Einmal die Woche würden die tiefsten Kuhlen mit etwa fünf Tonnen Spiltgemisch aufgefüllt.

"Das wissen nur viele Rostocker nicht, weil wir das vor der Öffnung der Geschäfte, zwischen sechs und neun Uhr machen, so Maischak. Ohne diese regelmäßige Instandsetzung durch seine Mitarbeiter würde der Parkplatz ganz anders aussehen und sei wohl längst nicht mehr befahrbar, ist er sich sicher.

Solche Schlaglöcher würden laut Tom Maischak regelmäßig bei größeren Aktionen beseitigt. Am 30. Januar, solle die Fläche laut ihm mit 15 Tonnen Splitgemisch vollständig begradigt werden.
Aline Farbacher
Solche Schlaglöcher würden laut Tom Maischak regelmäßig bei größeren Aktionen beseitigt. Am 30. Januar, solle die Fläche laut ihm mit 15 Tonnen Splitgemisch vollständig begradigt werden.

Zusätzlich seien täglich Mitarbeiter vor Ort, um den Müll abzusammeln. Der Eigentümer würde in die Maßnahmen viel Geld stecken, dennoch seien aufgrund der hoch frequentierten Nutzung die Kuhlen und Dellen wieder schnell in den Sand gefahren, so Maischak.

"Die einzige langfristige Lösung wäre den Platz zu Pflastern, aber das ist für den Investor keine Option, da er vor hat, dort zu bauen", teilt Maischak mit.

Bauvorhaben - aber wann?

Bereits im Mai des vergangenen Jahres hatte Madden die Pläne für die geplante Hotel- und Wohnanlage in der Rungestraße im Ortsbeirat Stadtmitte vorgestellt. Seitdem habe sich jedoch nicht viel verändert, erklärt er. Geplant sei ein vier- bis sechsgeschossiges Gebäude, in dem neben 182 Hotelzimmern, auch 156 Ein- bis Vierraumwohnungen entstehen sollen.

"Im letzten Jahr haben wir den Bauantrag eingereicht, der wird zurzeit noch bearbeitet", teilt Madden mit. In diesem Jahr solle erneut im Bauausschuss der Bürgerschaft darüber beraten werden - wann, wisse auch er nicht.


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