Rostock : Mutter fährt Polizist vor Schule fast um

Nach zweieinhalb Wochen Schulwegkontrollen zieht die Polizei ein gemischtes Fazit.
Nach zweieinhalb Wochen Schulwegkontrollen zieht die Polizei ein gemischtes Fazit.

Rostocker Beamte ziehen Zwischenfazit zu Schulwegkontrollen.

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28. August 2019, 15:53 Uhr

Rostock | Ein gemischtes Zwischenfazit zieht die Rostocker Polizei nach knapp zweieinhalb Wochen Schulwegkontrollen in der Hansestadt. Während sich der Großteil der Eltern und Kindern vorbildlich auf dem Weg zur Schule verhielt, registrierten die Beamten aber auch mehrere Fälle, in denen sich die Verkehrsteilnehmer uneinsichtig zeigten. So hielt beispielsweise eine 43-jährige Rostockerin verbotswidrig mit ihrem Auto vor der Schule ihres Kindes. Darauf angesprochen reagierte sie jedoch nicht ruhig und einsichtig, sondern aggressiv. Die 43-Jährige zeigte Unverständnis für die Hinweise des Beamten und gab an "keine Zeit für so etwas zu haben". Als der Beamte sie daraufhin aufforderte, ihr Fahrzeug zur Seite zu fahren, fuhr die Rostockerin einfach los. Der an der Seite des Fahrzeugs stehende Polizist musste einen Satz nach hinten machen, um nicht angefahren zu werden. Die Frau muss sich nun unter anderem wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten.

Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet

Außerdem kontrollierten die Beamten mehrere Fahrzeuge kontrolliert, bei denen die Jüngsten ohne Kindersitze befördert wurden oder sie zur Straßenseite hin ausstiegen. Daher mussten einige Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und viele beratende Gespräche geführt werden. Denn um ein sicheres Ankommen an der Schule zu gewährleisten, bedarf es der gegenseitigen Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer, so die Polizei. Hektik und Zeitmangel dürfen keine Begründung für rücksichtsloses und egoistisches Verhalten im Straßenverkehr sein. Die Rostocker Beamten werden auch zukünftig verstärkt Schulwegkontrollen durchführen.

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