Rostock : Mediziner proben für den Ernstfall

Bei ihren Einsätzen sehen sich die Höhenretter oft schwierigen Bedingungen konfrontiert.
Bei ihren Einsätzen sehen sich die Höhenretter oft schwierigen Bedingungen konfrontiert.

Beim 2. Notfalltag am Sonnabend in Rostock stehen mögliche Szenarien von Arbeitsunfällen im Fokus.

von
04. September 2019, 10:25 Uhr

Rostock | Zwar machen Arbeitsunfälle in jeder Branche weniger als zehn Prozent aller Einsätze der Rettungsdienste aus, dafür erfordern sie aber mitunter sehr individuelle Maßnahmen zur Rettung und Bergung von Verletzten. Auch, um nicht unmittelbar Beteiligte sowie Industrieanlagen vor Folgeproblemen zu schützen. Um für mögliche Szenarien gewappnet zu sein, veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft der in Mecklenburg-Vorpommern tätigen Notärzte (AGMN) am Sonnabend den 2. Notfalltag im Rostocker Trihotel. Dieser steht unter dem Titel "Arbeit kann auch gefährlich sein". Dabei werden mögliche Szenarien schwerer Arbeitsunfälle in den Fokus gerückt, teilt Dr. Claudia Scheltz B. A., Vorstand des AGMN e. V. und Ärztliche Leiterin des Rettungsdienstes der Hansestadt, mit .

Höhenretter demonstrieren Bergung

So werden neben Vorträgen und Workshops die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Rostock nicht nur Fälle aus ihrer Praxis vorstellen, sondern auch eine Höhenrettungsübung auf dem Außengelände des Hotels im Schweizer Wald demonstrieren. Wie schwierig sich ihre Arbeit gestalten kann, wurde zuletzt Mitte November bei der Tragödie am Rostocker Kühlturm offensichtlich, als bei Fassadenarbeiten eine Arbeitsbühne abgestürzt und ein Mann ums Leben gekommen ist. Ein zweiter Mann konnte gerettet werden.

Theorie und Praxis im Fokus

Zudem wird beim Notfalltag ein Spezialist für Chemieunfälle Theorie und Praxis derartiger Unglücke erläutern. Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hat Harry Glawe (CDU), Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, übernommen. Er wird ebenfalls zu der Veranstaltung in Rostock erwartet.

Bei der Erstauflage des Notfalltags 2018 stand die Terrorgefahr und die Bewältigung entsprechender Verletzungsmuster im Vordergrund.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen