Grausamer Fund in Rostocker Plattenbau : Video: Kripo entdeckt Skelett von totem Säugling in Blumentopf

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Eine 27-Jährige soll das Kind in der Wohnung geboren und „aufbewahrt“ haben.

svz.de von
20. Februar 2019, 06:19 Uhr

Einen schockierenden Fund hat die Kriminalpolizei in Rostock am vergangenen Wochenende in einer Plattenbauwohnung im Stadtteil Schmarl gemacht. Die Beamten entdeckten bei einer Durchsuchung das Skelett eines Säuglings - in einem Blumentopf liegend. Eine dort lebende 27-jährige Frau soll – so der Vorwurf – das Kind in der Wohnung geboren und dort „aufbewahrt“ haben.

 

Harald Nowack, Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft in Rostock, teilte mit, dass die von einer Angehörigen der 27-Jährigen erstattete Anzeige bei der Polizei die Ermittlungen ins Rollen gebracht hat. Die Angehörige hatte laut Nowack Kontakt zum getrennt lebenden Lebensgefährten der 27-Jährigen. Die Kriminalpolizei rückte Samstagabend in der Plattenbauwohnung im Kolumbusring an und durchsuchte diese. Und tatsächlich bestätigte sich die schlimme Vermutung: Die Beamten fanden das Skelett eines Säuglings in einem großen Blumentopf.

Die Plattenbauwohnung im Kolumbusring – die Ermittlungen zur genauen Todesursache dauern an.
Stefan Tretropp

Die Plattenbauwohnung im Kolumbusring – die Ermittlungen zur genauen Todesursache dauern an.

 

Die betroffene 27-Jährige befindet sich aktuell auf freiem Fuß

Am Dienstag – zwei Tage nach dem Fund - fand nach Angaben von Harald Nowack dann die rechtsmedizinische Untersuchung der menschlichen Überreste statt. „Diese verlief eindeutig, es handelte sich zweifelsfrei um das Skelett eines Säuglings“, erklärte Nowack. Die betroffene 27-Jährige wandte sich zwischenzeitlich an einen Anwalt, der gegenüber der Polizei erklärte, dass die Frau derzeit keine Angaben machen werde. Sie befindet sich aktuell auf freiem Fuß.

Die Ermittlungen zur genauen Todesursache dauern gegenwärtig an. „Es gibt keine Anhaltspunkte für ein vorsätzliches Tötungsdelikt“, sagte Harald Nowack. Unklar ist derzeit, ob das Kind nach der Geburt gelebt hat oder bereits tot war. Ebenso wenig könne laut Nowack derzeit das Geschlecht des Säuglings bestimmt werden. Eine DNA-Untersuchung, die mehrere Wochen andauert, soll Aufschluss darüber bringen.

Kindstötung in Wittenburg

Das ist nicht der erste Fall in MV. Eine Frau aus Wittenburg wurde für die Tötung ihres Babys zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Mutter wollte die Geburt vor dem Kindsvater verheimlichen.

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