Rostock : Kliniknannys betreuen 100. kleinen Patienten

Betreuen ihre kleinen Patienten: Wiebke Gehm (l.) und Jana David.
Betreuen ihre kleinen Patienten: Wiebke Gehm (l.) und Jana David.

Studenten der Initiative „Tommy nicht allein“ sind in der Kinder- und Jugendklinik der Unimedizin Rostock im Einsatz.

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05. Juli 2019, 12:00 Uhr

Rostock | Sie sind da, wenn ein Kind weint, spielen mit ihm oder lesen ihm etwas vor. Die Kliniknannys der Initiative "Tommy nicht allein" schenken kleinen Patienten der Kinder- und Jugendklinik der Unimedizin Rostock Zuwendung und Abwechslung, um deren Eltern und auch das Klinikpersonal zu entlasten. "Wir wollen die Kinder vom Klinikalltag ablenken und den Eltern etwas Zeit verschaffen, damit sie beispielsweise wichtige Besorgungen erledigen können", erläutert Jana David, Medizinstudentin und ehrenamtliche Kliniknanny.

Auch wenn ein Kind schwer krank ist, haben die Eltern durch das Angebot der Initiative einen Moment für sich, um mit der Situation zurechtzukommen. Inzwischen betreut das Team den 100. kleinen Patienten.

Schicksal von Tommy bringt Projekt ins Rollen

Mittlerweile engagieren sich 55 Studenten ehrenamtlich. "Unser Lohn ist, wenn wir wissen, dass wir einem Kind den Tag und somit den Klinikaufenthalt verschönern und erleichtern konnten", sagt Wiebke Gehm, ebenfalls Kliniknanny.

Den Ursprung fand das Projekt, als einige Medizinstudenten während ihres Praktikums auf einen kleinen Patienten in der Kinderklinik aufmerksam wurden: den kleinen Tommy: Er war viel allein und weinte viel. So entschlossen sich die Studenten, ihn aufzumuntern und Zeit mit ihm zu verbringen. Der kleine Tommy blühte förmlich in diesen Nachmittagsstunden auf. Daraus entstand das ehrenamtliche Betreuungsprojekt.

Sie ist die 100. kleine Patientin: Emila wird von Jana David betreut.
Unimedizin Rostock
Sie ist die 100. kleine Patientin: Emila wird von Jana David betreut.

Mitmachen können alle immatrikulierten Studenten der Uni Rostock. Die Betreuung ist jederzeit möglich, vorzugsweise in den Nachmittagsstunden. "Bei Bedarf und auf Wunsch der Eltern, des Personals oder des Kindes selbst nimmt das Klinikpersonal Kontakt zu uns auf. Daraufhin erklärt sich einer unserer Mitglieder bereit und betreut das Kind, ganz individuell nach seinen Wünschen", erklärt Jana David. Auch eine intensivere Betreuung über einen längeren Zeitraum ist möglich.

Zum Semesterstart im Oktober gibt es einen Infoabend für alle Studenten, bei dem das Team über alles Wichtige zum Ablauf und den Umgang mit den Kindern informiert.

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