Schulbeginn in Rostock : Kinder für Gefahren des Straßenverkehrs sensibilisieren

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Die drei Viertklässler Justin (10, v.l.), Nele (9) und Ali (10) verteilten am ersten Schultag an ihre Mitschüler aus der ersten Klasse Reflektoren.
Die drei Viertklässler Justin (10, v.l.), Nele (9) und Ali (10) verteilten am ersten Schultag an ihre Mitschüler aus der ersten Klasse Reflektoren.

Verkehrswacht und Polizei starten Aktion "Brems Dich". Schüler und Autofahrer sollen mehr Rücksicht aufeinander nehmen.

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12. August 2019, 11:41 Uhr

Rostock | An diesem Morgen sind fast alle ein bisschen aufgeregt und dann steht auch noch die Polizei vor der Schule. Nach sechs Wochen Ferien nahmen die Ordnungshüter und die Verkehrswacht den ersten Schultag zum Anlass, um am Montag vor der Grundschule Am Mühlenteich in der Maxim-Gorki-Straße auf die Aktion "Brems Dich! Schule hat begonnen" hinzuweisen.

Was für ein Empfang: Polizeihauptkommissar Siegmund Bruhn (v.l.) begrüßt die sechsjährige Romy und Mutter Julia Richter vor der Grundschule.
Stefan Menzel
Was für ein Empfang: Polizeihauptkommissar Siegmund Bruhn (v.l.) begrüßt die sechsjährige Romy und Mutter Julia Richter vor der Grundschule.

Besonders die Bushaltestelle vor der Grundschule berge einige Gefahren, weiß Präventionsbeamte Kerstin Lange. Denn dort komme der Bus mit eingeschaltetem Warnblinker zum stehen, weshalb Autofahrer nur im Schritttempo überholen dürfen. Doch kaum jemand kenne diese Regel.

Gemeinsam werben Klaus-Dieter Kerpischkat  (v.l.) von der Verkehrswacht, die Viertklässler Justin, Marvin und Fin sowie Kerstin Lange von der Rostocker Polizei für die Aktion 'Brems dich! Schule hat begonnen'.
Stefan Menzel
Gemeinsam werben Klaus-Dieter Kerpischkat (v.l.) von der Verkehrswacht, die Viertklässler Justin, Marvin und Fin sowie Kerstin Lange von der Rostocker Polizei für die Aktion "Brems dich! Schule hat begonnen".

Noch problematischer seien jedoch die Elterntaxis, die die Kinder in die Schule bringen. Diese würden auf dem Schulweg häufig den kleinen Verkehrsteilnehmern die Sicht auf die Straße beim Überqueren versperren. "Es gibt den Kindern auch Selbstsicherheit, wenn man sie laufen lässt", sagt die Polizeihauptmeisterin.

Beim Schulweg ihrer Tochter bereiten besonders Kreuzungen mit Straßenbahnen Juliane Krause Sorgen.
Stefan Menzel
Beim Schulweg ihrer Tochter bereiten besonders Kreuzungen mit Straßenbahnen Juliane Krause Sorgen.

Für den Schulweg ihrer Tochter Nora hat Juliane Krause ein ganz gutes Gefühl. Jedoch: "In manchen Gegenden würde ich mir wünschen, dass pauschal eine 30er-Zone gilt." Außerdem bereiten ihr Kreuzungen mit Straßenbahnverkehr Sorgen. Bei der Querung ist zwar die Fußgängerampel grün, aber beim Überschreiten der Gleise leuchte nur ein Warnlicht auf, das ihre Tochter schon einmal übersehen habe.

Kinder für den Straßenverkehr fit machen

Der Schulleiterin Susanne Hinz ist es wichtig, dass ihre "neuen Kinder" ab dem ersten Tag an die Verkehrszeichen erinnert werden. Deshalb lobt sie die Kooperation mit der Verkehrswacht und den Präventionsbeamten der Polizei, die mehrmals im Jahr in ihrer Schule zum Unterricht seien.

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