Rostock : Inklusion in der Kommune verbessern

In die Volkshochschule lädt am 26. Oktober die 'Kommune inklusiv' ein, um Ideen zu erarbeiten und ins Gespräch zu kommen.
In die Volkshochschule lädt am 26. Oktober die "Kommune inklusiv" ein, um Ideen zu erarbeiten und ins Gespräch zu kommen.

Wie eine Stadt für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen aussehen kann, zeigt sich am 26. Oktober.

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17. Oktober 2019, 08:08 Uhr

Rostock | Zum 2. Dialog lädt „Kommune Inklusiv“ am 26. Oktober in die Rostocker Volkshochschule, Kabutzenhof 20a, ein. Dabei lautet die Fragestellung, wie sich Rostock entwickeln muss, damit Menschen mit und ohne Beeinträchtigung hier gleichermaßen gut leben können. Von 9.30 bis 14 Uhr werden Ideen gesammelt und Betroffene, Interessierte sowie Vertreter des öffentlichen Lebens kommen ins Gespräch.

Nur wenig Angebote für Beeinträchtigte

Der Begriff „Beeinträchtigung“ wird durch die Modellinitiative weit gefasst. Senioren mit Rollator sowie Seh-, Hör- und Sprachgeschädigte sind ebenso angesprochen wie Migranten, Analphabeten, finanziell Benachteiligte, aber auch Familien, Alleinerziehende, Kinder und Jugendliche. Es geht um Menschen, die aufgrund einer Beeinträchtigung beispielsweise die Freizeit-, Bildungs-, Gesundheits- und Arbeitsangebote in der Stadt nur eingeschränkt oder gar nicht nutzen können. Die gesellschaftliche Teilhabe aller steht daher für „Kommune inklusiv“ im Vordergrund.

Vielfältige Programmpunkte

Nach einer Podiumsdiskussion stehen ab 10.30 Uhr verschiedene Angebote auf dem Programm, die sich an alle Gäste unabhängig von der Art einer möglichen Beeinträchtigung richten, darunter sportliche Bewegung von Yoga bis Workout, eine Instagram-Schulung, die Planung eines Kleingartenprojekts und nachhaltiges Recyceln mit dem Atelier Upcycling. Zudem werden Informationen zu technischen Lösungen für Gehörlose offeriert. Der Schwerpunkt „Arbeitsmarkt und Menschen mit Behinderung“ ist Thema einer Arbeitsgruppe, die bereits seit dem Frühjahr aktiv ist. Darüber hinaus stellt sich „Aktion Mensch“ ebenso vor wie das Projekt „Kommune Inklusiv“. Der Dialog klingt mit einem kostenlosen Imbiss und individuellen Gesprächen aus.

Zahlreiche Veranstalter sind beteiligt

Zu den Veranstaltern zählen am 26. Oktober das Stadtteil- und Begegnungszentrum Biestow, das Rostocker Freizeitzentrum, die Caritas im Norden, die Rostocker Stadtmission, der Verein Balance of Power sowie die Stadt Rostock. Vertreter von Institutionen und Einrichtungen verschiedener Lebensbereiche stehen für Gespräche bereit, darunter Rostocks Senator für Jugend und Soziales, Gesundheit, Schule und Sport, Steffen Bockhahn, Stephanie Nelles als Integrationsbeauftragte der Stadt und Rolf Gauck, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei der Rostocker Stadtmission.

Rostock als "Kommune inklusiv"

Rostock wurde als eine von bundesweit fünf Städten für die Modellinitiative „Kommune Inklusiv“ von „Aktion Mensch“ ausgewählt. In einem mehrstufigen Verfahren konnte sich die Hanse- und Universitätsstadt unter 130 Bewerbern durchsetzen. Sie ist die einzige ostdeutsche Stadt und die größte Modellkommune in diesem Vorhaben.

Ziel von „Kommune Inklusiv“ ist es, die Inklusion im Alltag zu verbessern. In Rostock sind bis 2023 unter anderem ein Kleingartenprojekt, ein Jugendcamp und die Entwicklung eines Angebotswegweisers geplant. Der Kontakt zu interessierten Bürgern, zur Stadt sowie die Planung und Umsetzung der Maßnahmen werden durch das Inklusionsbüro koordiniert. Finanziert wird „Kommune Inklusiv“ in Rostock durch „Aktion Mensch“, Caritas im Norden sowie Eigenmittel der Stadt.

Hinweis: Online-Programm, Anmeldung bis 20. Oktober unter Telefon 0381 38314191 oder 0176 13711907, per E-Mail: machmit@inklusivesrostock.de oder online . Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.

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