Rostock : Hamburgerin spendiert ein Rettungsboot

DGzRS-Justitiarin Andrea Vogt, Spenderin Edeltraut Koschubs und DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler (v.l.) sowie die Besatzung der Travemünder Rettungsstation der DGzRS bei der Kiellegung.
DGzRS-Justitiarin Andrea Vogt, Spenderin Edeltraut Koschubs und DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler (v.l.) sowie die Besatzung der Travemünder Rettungsstation der DGzRS bei der Kiellegung.

Ein Schiff der Rostocker Werft Tamsen Maritim schippert bald vor Travemünde. Am Dienstag wurde es auf Kiel gelegt.

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19. November 2019, 20:00 Uhr

Rostock | Für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wird in der Rostocker Tamsen Maritim Werft derzeit ein Rettungsboot gebaut. Am Dienstag fand am Standort Gehlsdorf die Kiellegung für das neue Schiff statt. Werft-Geschäftsführer Christian Schmoll begrüßte vor Ort die Besatzung der Rettungsstation Travemünde, die nach Fertigstellung mit dem Spezialboot ausgestattet wird, sowie den Geschäftsführer der DGzRS, Nicolaus Stadeler. Doch im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine großzügige Spenderin aus Hamburg.

Inspektor Niklas Deeken (v. l.), Kiellegungspatin und Spenderin Edeltraut Koschubs, Vormann Horst-Dieter Eder sowie Inspektor Carl Göner kurz vor dem Einlegen der glückbringenden Münze am Bug des jüngsten Seenotrettungsbootes der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).
Martin Stoever
Inspektor Niklas Deeken (v. l.), Kiellegungspatin und Spenderin Edeltraut Koschubs, Vormann Horst-Dieter Eder sowie Inspektor Carl Göner kurz vor dem Einlegen der glückbringenden Münze am Bug des jüngsten Seenotrettungsbootes der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Bei Edeltraut Koschubs kann sich die deutsche Seenotrettungs-Gesellschaft für eine großzügige Schenkung bedanken. "Ich bin überzeugt, dass meine Spende für das Schiff gut angelegt ist. Es hilft, Menschenleben zu retten", so die 76-Jährige. Da die Kosten sich auf etwa eine Million Euro belaufen, ist die Seenotrettungs-Gesellschaft ist auf derartige Sponsoren angewiesen. Aber auch die vielen kleinen Beträge helfen den mehrheitlich ehrenamtlich Tätigen sehr.
 

Traditionsgemäß wird bei der Kiellegung eine Münze im Boot verbaut. Hierbei handelte es sich um eine 10-Euro-Münze zum 650-jährigen Jubiläum der Städtehanse, auf der eine Hansekogge geprägt ist. „Mit der Münze bekommt das Schiff eine Seele“, ist sich DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler sicher. Das besondere Geldstück wurde von Edeltraut Koschubs in eine Metalltasche gelegt und vom Werft-Schweißer Paweł Kulas versiegelt.

Die Zehn-Euro-Gedenkmünze „650 Jahre Städtehanse“ der Bundesrepublik Deutschland mit dem Motiv einer Hansekogge soll Schiffbauern und Seenotrettern Sicherheit, Glück und Gesundheit verheißen.
Martin Stoever
Die Zehn-Euro-Gedenkmünze „650 Jahre Städtehanse“ der Bundesrepublik Deutschland mit dem Motiv einer Hansekogge soll Schiffbauern und Seenotrettern Sicherheit, Glück und Gesundheit verheißen.

Wenn es fertig gestellt wird, gebührt die Ehre der Spenderin Koschubs, dem Schiff bei der Taufe einen Namen zu geben. Bis dahin trägt es den Titel „SRB 80“ – als 80. Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Nach insgesamt 14 baugleichen Modellen, ist es erst einmal das letzte dieses Typs, das komplett aus Aluminium besteht. Der Spezialbau zeichnet sich dann vor allem durch modernste Ausstattung aus.
 

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