Rostock : 75 Ehrenamtliche der Tafel speisen im Hopfenkeller

Zum Dank für ihr Engagement haben Dittmar Birkhahn, Geschäftsführer des Hopfenkellers, und der Förderverein der Rostocker Tafel die ehrenamtlichen Helfer in dessen Restaurant eingeladen.
Zum Dank für ihr Engagement haben Dittmar Birkhahn, Geschäftsführer des Hopfenkellers, und der Förderverein der Rostocker Tafel die ehrenamtlichen Helfer in dessen Restaurant eingeladen.

Zum Dank für ihren täglichen Einsatz haben der Restaurantchef und der Förderverein die Helfer eingeladen.

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17. Juli 2019, 12:00 Uhr

Rostock | Mehr als hundert ehrenamtliche Helfer engagieren sich tagtäglich für tausende Rostocker, die am Rande des Existenzminimums leben. Zum Dank haben Dittmar Birkhahn, Geschäftsführer des Hopfenkellers, und der Förderverein der Rostocker Tafel sie jetzt in dessen Restaurant eingeladen. Es ist bereits die zweite Dankeschön-Aktion.

"Einmal im Jahr ist es Zeit, Danke zu sagen", sagt Jana Röper, Vorsitzende des Fördervereins der Tafel. "Wir freuen uns, das Herr Birkhahn uns erneut unterstützt. Denn ohne die Ehrenamtlichen und die vielen Unterstützer würde es die Rostocker Tafel nicht geben."

Bei der Feier im Hopfenkeller bedanken sich Beate Kopka (l.), Leiterin der Rostocker Tafel, und die Vorsitzende des Fördervereins Jana Röper bei den Ehrenamtlichen.
Rolf Gauck
Bei der Feier im Hopfenkeller bedanken sich Beate Kopka (l.), Leiterin der Rostocker Tafel, und die Vorsitzende des Fördervereins Jana Röper bei den Ehrenamtlichen.

1100 Menschen holen sich jede Woche Lebensmittel

Woche für Woche werden an 17 Ausgabestellen und soziale Einrichtungen der Stadt Rostock Lebensmittel angeliefert und an im Schnitt 1100 Menschen verteilt. Täglich fahren mehrere Kühlfahrzeuge 100 Supermärkte und Drogerien an, um Waren abzuholen. Aktuell werden dafür 175 Helfer koordiniert und angeleitet.

"An den Ausgabestellen treffen sich Menschen, unterhalten sich, lernen andere Menschen aus ihrem Wohnumfeld kennen und erfahren etwas über Angebote in den Stadtteil- und Begegnungszentren. Sie kommen unter Leute, sitzen nicht nur zu Hause – das ist wahre Teilhabe", so Jana Röper. "Das Sommerfest ist immer ein ganz besonderer Tag für die Helfer. Oft selbst auf Unterstützung angewiesen, erfahren sie hier eine ganz besondere Würdigung ihrer Arbeit." Die Tafel allein könnte so ein Fest nicht finanzieren, da Spenden und finanzielle Zuwendungen so schon kaum ausreichen den Betrieb zu finanzieren.

Tafelarbeit ohne Spenden nicht möglich

Der Einladung in den Hopfenkeller folgten 75 Ehrenamtliche. "Es tut gut zu wissen, dass in dieser Stadt Menschen, die selbst wenig haben, sich in solch einem Maße engagieren und gleichzeitig Unternehmer ihre Verantwortung für die Gesellschaft wahrnehmen, indem sie diese wichtige Hilfe ermöglichen – oder eben zum Essen einladen“, betont Röper.

Der Einladung zum Sommerfest im Hopfenkeller folgten 75 Ehrenamtliche der Rostocker Tafel.
Rolf Gauck
Der Einladung zum Sommerfest im Hopfenkeller folgten 75 Ehrenamtliche der Rostocker Tafel.

Gleichzeitig überwies der Förderverein an die Rostocker Tafel Spenden in Höhe von 8000 Euro. "Ohne eine finanzielle Unterstützung ist die Realisierung der Tafelarbeit nicht möglich. Doch Fahrzeuge, Lagerräume, Strom und Mieten müssen finanziert sein, damit Lebensmittel statt in den Müll, den Weg zu Bedürftigen dieser Stadt finden, die diese Hilfe dringend benötigen“, dankt Jana Röper abschließend allen Spendern.

Zur Geschichte der Tafel

Das Konzept der Tafeln stammt aus den USA. Aufgrund der schlanken Sozialsysteme gibt es eine große Tradition sozialen Bürgerengagements. 1963 wurde in Phoenix in Arizona die weltweit erste Tafel, die „St. Mary's Foodbank“, ins Leben gerufen. 1993 wurde die erste Tafel in Deutschland gegründet. Berliner Frauen ergriffen die Initiative, nachdem sie das Tafel-Prinzip in New York kennen gelernt hatten. Bereits zwei Jahre später wurde der Dachverband mit 35 Tafeln konstituiert. 1998, gab es bereits 100 Tafeln und heute sind es über 934 mit mehr als 2.100 Tafel-Läden und Ausgabestellen. Im Jahr retten die Tafeln durchschnittlich 200.000 Kilogramm genießbarer Lebensmittel vor der Vernichtung und ca. 65.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen täglich etwa 1,5 Million Menschen mit Essen.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

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