Rostock : 70 Jugendliche präsentieren Dialoge Werkschau

Die Kinder beschäftigten sich im Stück besonders mit dem Thema Digitalisierung und ihren Folgen.
Die Kinder beschäftigten sich im Stück besonders mit dem Thema Digitalisierung und ihren Folgen.

In der Bühne602 zeigten sie ein einzigartiges Stück, in dem jeder genau die Rolle gefunden hat, die zu ihm passt.

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25. Oktober 2019, 19:22 Uhr

Rostock | Die gemeinsame Arbeitswoche des diesjährigen Dialoge-Festivals liegt hinter den fast 70 Rostocker Jugendlichen. Ziel war es, ein gemeinsames Konzept so umzusetzen, dass am Ende jeder Junge und jedes Mädchen, mit oder ohne Beeinträchtigung, die am besten passende Rolle finden und damit etwas ganz Eigenes zum gemeinsamen Projekt beitragen konnte. Wie gut das gelang, bewies die Werkschau, die am Freitagnachmittag in der Bühne 602 stattfand und alle Einzelarbeiten zu einem großen Ganzen zusammenfügte.

Fragen bleiben offen

Die Gruppe Schauspiel stellte sich der Frage, wie der Wettstreit zwischen Dr. Faust und Mephisto heute ausgehen würde. Faust gewinnt, denn es bleiben natürlich Fragen offen – unter anderem die, wo denn bei all der Digitalität und den Unmengen von Fakten die Seele bleibt. Die danach auftretende inklusive Band griff das Thema in einem selbst verfassten Handy-Song auf, der davon erzählte, wie sich der mobile Begleiter vom Freund zur Plage entwickelt.

Und auch in der beeindruckenden Performance der Tanzworkshopmitglieder ging es darum, dass die Smartphone-Welt uns voneinander entfremdet, wir den Blick dafür verlieren, dass neben uns ein Mensch steht, der uns braucht und nahe sein möchte. Und was passiert, wenn das Wlan ausfällt, fragte sich die Maskengruppe.

Dass es dann Donald Trump war, der auszog, um mächtiger als die Liebe zu werden, sorgte für Gelächter im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal. Das Publikum applaudierte begeistert – den jungen Akteuren auf der Bühne war die Freude ebenso anzusehen, wie das in der Woche entstandene Zusammengehörigkeitsgefühl.

Fazit der Festival-Woche

Begleitet wurden alle Workshops von Studierenden des Rostocker Pädagogischen Kollegs. Die insgesamt sechs Dozenten waren nicht nur zufrieden mit dem erzielten Ergebnis, sondern auch sichtlich angetan von der Festivalwoche selbst: „Es ist schön zu sehen, wie die Kinder durch das gemeinsame Spielen, Tanzen, Musizieren und Arbeiten immer mehr miteinander in Kontakt kamen, wie die Scheu gerade der Kinder mit Beeinträchtigungen stetig abnahm“, fasste Robert Beckmann, Leiter des Musik-Workshops die Woche aus seiner Sicht zusammen. Für ihn und andere Akteure des Dialoge-Teams war die gemeinsame Woche ein Auftakt, dem weitere inklusive pädagogische Arbeit folgen soll.

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